Archiv für den Monat: Februar 2011

Hab Sonne im Bierkrug – industrielle solare Prozesswärme

Bier durch solare Prozesswärme?

Bier durch solare Prozesswärme?

Ein erfrischendes, schäumendes Bier an einem Sommertag wird wohl der Vater des Gedankens gewesen sein, aus dem die Idee “Mit solarer Wärme Bier brauen” entstanden ist.
Eine Idee – aber zwei Brauereien mit zwei verschiedenen Konzepten befassen sich derzeit mit dem Bierbrauen unter Nutzung solarer Prozesswärme.

Für die Herstellung von Bier genügen relativ geringe Temperaturen und es besteht über Tage und Wochen ein konstanter Wärmebedarf. Außerdem besteht die größte Nachfrage nach Getränken im Sommer, wenn auch hierzulande die Sonne kräftig und einigermaßen ausdauernd einheizt. Diese Voraussetzungen nutzen die Privatbrauerei Hofmühl im bayrischen Eichstätt und die Hütt-Brauerei in Kassel-Baunatal, um mit Solarwärme Bier zu brauen.


In Eichstätt werden mit CPC-Kollektoren Temperaturen bis zu 120 Grad Celsius erreicht, womit die Flaschenwaschmaschine versorgt und das Brauch- und Brauwasser, sowie im Bedarfsfall die Brauereiräume geheizt werden.

Die Hütt-Brauerei dagegen erhitzt das Brauwasser und das für die Filtration und die Reinigungsprozesse nötige heiße Wasser mit Solarenergie. Hierfür reichen Temperaturen aus, die 80 Grad Celsius nicht zu übersteigen brauchen, so dass bereits eine geringe Sonneneinstrahlung für diese Prozesse genügt.

Die beiden Brauereien stehen mit ihren Pilotanlagen in Bezug auf industrielle solare Prozesswärme nicht allein. Auch in Autowaschanlagen und Wäschereien, bei der Produktion von Feinkostprodukten und in der Metallverarbeitung wird bereits an derartigen Projekten gearbeitet. Eine spannende Sache, die zeigt, wie man mit relativ geringem Aufwand Solarenergie gut nutzen kann.

Weitere Infos: www.bine.info
Foto: © Dario Sabljak / fotolia.com

Brückentechnologie Erdgas?

Erdgas die Brückentechnologie?

Erdgas die Brückentechnologie?

Wikipedia definiert das Wort Brückentechnologie als eine Technologie, die nur während einer Übergangsphase genutzt wird um später von einer anderen Technologie abgelöst zu werden. Und um dieses Prinzip allgemein verständlich zu erklären führt das Online-Lexikon auch gleich die Atomkraft an, die – so Wikipedia – als Brückentechnologie vor der umfassenden Einführung der regenerativen Technologien genutzt werden müsse. Und dies sollte heute eigentlich auch der inhalt meines Beitrags werden: Sinn oder Unsinn der Atomkraft als Brückentechnologie.
Doch bei meinen Recherchen im Netz kam letzendlich alles ganz anders, denn eine neue Greenpeace-Studie, definiert Erdgas als die einzige Brückentechnologie, die wir vor der Umstellung der Energieerzeugung auf 100% Nachhaltigkeit wirklich benötigen. Grund genug sich das Thema Erdgas etwas genauer anzusehen:

Die Argumentationskette von Greenpeace im Überblick:
Erdgas wird derzeit in Deutschland zum überwiegenden Teil im Bereich der Wärmeversorgung eingesetzt. Hier liegen allerdings große Einsparpotentiale brach (Wärmedämmung etc.) die – sobald sie aktiviert werden – den Einsatz von Erdgas in Kraftwerken ermöglichen, ohne dass der Gesamtbedarf steigt. Das nicht mehr benötigte Erdgas kann daher in der Stromerzeugung verwendet werden, werden hierbei moderne Technologien (Kraft-Wärme Kopplung, GuD-Anlagen etc.) eingesetzt, ist die Effizienz dieses Energieträgers sehr hoch. Zusätzlich verursacht der Einsatz von Erdgas relativ wenig CO2, die Klimabilanz von Erdgas ist deutlich günstiger als die von anderen fossilen Brennstoffen.

Diese interessante Studie von Greenpeace entwirft ein wirklich attraktives Szenario und ersetzt die unbeliebte Kernkraft durch die deutlich angenehmere Brückentechnologie Erdgas. Macht dies auch für Sie Erdgas zu einer überzeugenden Alternative? Weitere Informationen über Erdgas erhalten Sie im Internet unter anderem auf Gaspreise-Vergleich.eu

Foto: © Anton Bryksin – Fotolia.com

Die Waschmaschine und der Rechtsanwalt

ökologische betriebene Waschmaschine?

ökologische betriebene Waschmaschine?

Mein Freund Dominik Storr – der Rechtsanwalt – hat mir heute eine interessante Mitteilung geschickt: Waschmaschinen dürfen jetzt in Deutschland auch mit Regenwasser betrieben werden. Jetzt spinnt er vollkommen, war mein erster Gedanke, denn warum sollte man denn eine Waschmaschine nicht mit Regenwasser betreiben? Ist da eventuell die Deutsche Industrienorm dagegen, weil im Regenwasser irgenwas nicht enthalten ist, was im Leitungswasser normalerweise drinnen ist? Oder gehts um eine Verschwörung der Waschmaschinenproduzenten? (Im Punkt Gesellschaftspolitik sind wir ja nicht immer der selben Meinung und da könnte es doch sein, dass…)

Nein, die Sache ist ganz anders. Es geht um einen Gerichtsprozess und Dominik Storr hat nach vielen, mühseligen Gerichtsverhandlungen durchgesetzt, dass sein Mandant die eigene Waschmaschine mit dem von ihm für diesen Zweck eigens gesammelten Regenwasser betreiben darf. Wie bitte? Ein deutsches Gericht entscheidet, dass jemand die eigene Waschmaschine mit selbst gesammeltem Regenwasser betreiben darf? Muss er da erst ein Gutachten einholen? Oder was wäre, wenn er die Waschmaschine beispielsweise mit Olivenöl betreiben möchte? Ist dies in Deutschland genehmigungspflichtig? Immerhin – als gelernter Österreicher bin ich ja Einiges gewohnt. Und das Deutsche Recht hat so manche Tücken…

Wer mehr wissen will, der liest sich am besten die Presseaussendung von Dominik Storr durch. Viel Spass!

…In oben bezeichneter Angelegenheit hatte ein unterfränkischer Verbraucher (Herr Alfons Kalke, Unteres Tor 4, 97633 Sulzfeld, Tel: 09761/ 39 80 71) den Gerichtsweg beschritten, damit er seine Waschmaschine umweltschonend mit Regenwasser befüllen darf. Der örtliche Wasserversorger unterband diesen Wunsch. Mein Mandant zog vor Gericht und gewann in allen Instanzen. Das Bundesverwaltungsgericht hat nun am 24.01.2011 rechtverbindlich für ganz Deutschland entschieden, dass Waschmaschinen mit Regenwasser betrieben werden dürfen (BVerwG, Urteil vom 24.01.2011, Geschäftszeichen BVerwG 8 C 44.09). Dieses Urteil sowie eine Stellungnahme meines Mandanten liegen in der Anlage bei….

Weitere Infos: hier
Foto: © KonstantinPetkov – Fotolia.com

Energiewende und sonst nichts?

Ein Blog, den ich immer wieder gerne lese – der Sonnengärtner Blog – schreibt in einem aktuellen Artikel über das vermutliche Ende beim Sturzflug der Solaraktien. Das Thema ist natürlich interessant denn wer sich für erneuerbare Energien interessiert, der wird wohl mit Sicherheit wünschen, dass ökologisch aktive Unternehmen auch wirtschaftlich erfolgreich sind. Also alles ganz einfach, Oder?

Na ja, ganz so einfach ist es dann doch wieder nicht. Denn wer in der Geschichte der Ökobewegung ein wenig zurückblickt, der wird sich daran erinnern, dass ursprünglich die Forderung nach der Energiewende mit der Forderung nach gesellschaftlichem Wandel verknüpft war. Ach was waren wir alle radikal in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. “Grün” war in manchen Gegenden ein Schimpfwort und Öko wurde mit Latzhosen, Feminismus und Haschischrauchen in einen Topf geworfen. In diesem Umfeld konnte Franz-Josef Strauss ganz locker seinen Tomatenvergleich einstreuen: Die Grünen, so meinte er, wären wie die Tomaten. Zu Beginn noch grün würden sie recht schnell rot, sobald sie erst ein Mal reif wären.

Heute sind die Grünen reif, aber von rot keine Spur. Grün ist schick, öko ist kompatibel mit dem Kapitalismus und Greenpeace ist einer der Global Player gworden. Ein Konzern auf Spendenbasis eben.

Und die Energiewende? Solarenergie als gesellschaftspolitischer Problemlöser? Immerhin galt lange Zeit die These als vertretbar, dass uns die Solarenergie aus den Klauen der arabischen Ölscheichs befreien würde. Wie wäre das wohl, wenn Desertec bereits am Netz wäre? Würde das die Meinung unserer Politiker zum Thema Demokratie im nörlichen Afrika keinesfalls beeinflussen? Ich wage zu Zweifeln.

Solarenergie ist heute mehr oder weniger ein Produkt wie jedes anderes auch. Tausende Webseiten zum Themenkreis “Photovoltaik Solarenergie” buhlen um die Gunst der Leser und selbst dieser Blog schaltet Google-Werbung. Also Asche auf mein Haupt!

Mercedes B-Klasse F-CELL

Brennstoffzellen bei Mercedes?

Brennstoffzellen bei Mercedes?

Seit etwas über einem Monat sind sie auf Deutschlands Straßen unterwegs: Die neuen Mercedes B-Klasse F-CELL Autos. Und auch wenn die derzeitige Leasingrate fast an die 1000 Euro pro Monat beträgt, so sind die Kosten in der Produktion der Fahrzeuge nach wie vor so hoch, dass die Daimler AG  zu jedem Auto das ausgeliefert wird, ordentlich zuzahlen muss. Im Folgenden ein kurzer Überblick über die technischen Hintergründe der Fahrzeuge, die damit verbundenen Absichten  sowie eine Einschätzung des Projekts.

Zunächst ein Mal zur Technik:Die  B-Klasse F-CELL setzen auf einen gemischten Antrieb aus Elektromotor und Brennstoffzelle. Dabei ist der Elektroantrieb für die kurzen – meist innerstädtischen – Fahrten zuständig, die Brennstoffzelle garantiert dagegen eine Reichweite von annähernd 400 Kilometern. Fahren lässt sich der neue


Mercedes in gewohnter Weise: Alles was man von einer Limousine der Sindelfingener Autobauer gewohnt ist, wird in diesen Fahrzeugen angeboten: extreme Geräumigkeit, hohe Leistung / Geschwindigkeit sowie Komfort…

Die Absichten von Mercedes: Ab 2015 sollen die B-Klasse F-CELL Fahrzeuge  für jedermann käuflich zu erwerben sein. Derzeit wird nur ein sehr kleines und exklusives Klientel damit bedient. Vorzugsweise kommen Flottenhalter, Energieunternehmen mit großem Fuhrpark sowie der eine oder andere Promi in den Genuss der exklusiven Automobile. Wie erwähnt: Derzeit zahlt Mecedes für jedes ausgelieferte Auto einen nicht unerheblichen Betrag dazu, damit die Leasingraten unter den angesprochenen 1000 Euro bleiben können. Da die ganze Sache aber im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) kofinanziert wird, Mercedes ohnehin unter dem Druck steht auch in erneuerbare Energien zu investieren und auch der Werbeeffekt der ersten ausgelieferten Fahrzeuge nicht gering ist, kann man davon ausgehen, dass Mercedes unterm Strich von der ganzen Sache profitieren wird.

Eine Einschätzung des Projekts: Betrachtet man die Namen der Firmen, die die ersten Modelle zu Sonderkonditionen erhalten haben und überlegt man kurz für welche Ziele Mercedes im Allgemeinen steht, dann wird schnell klar, dass die Autos der B-Klasse F-CELL keine Trendwende einläuten sollen, sondern lediglich eine kleine Kurskorrektur darstellen. Das Motto lautet einfach: Wasserstoff statt Öl in den Tank füllen; aber sonst bitte nichts ändern. Insofern wundert es nicht, dass die  TOTAL Deutschland GmbH oder die Vattenfall Europe AG auf der handverlesenen Liste der neuen B-Klasse F-Cell Nutzer stehen.

…Eigentlich wäre der Ausstieg aus dem Öl/Atomzeitalter schon viel früher möglich gewesen. Aber das hätte größeres Umändern der gesamten Strukturen der Industrienationen erfordert und um dies zu erreichen hätte zunächst ein Mal eine 180° Wende in den Köpfen der Menschen stattfinden müssen. Und diese 180° Kehrtwendung  hätte wahrscheinlich deutlich weniger Geld in die Kassen der großen Konzerne gespült.

Resümee: Klar ist es toll, wenn auch Mercedesum 5 vor 12 ernsthaft über Antriebsalternativen nachdenkt. Aber es gibt auch ganz andere Lösungsmöglichkeiten für das brennende Thema Mobilität.

Informationen zum Thema Autopflege Berlin und Autoaufbereitung Berlin finden Sie auf den entsprechenden Autoseiten.
Foto: © Mladenov – Fotolia.com

Biokraftstoffe der zweiten Generation – E10 als Umweltkosmetik

Durch die Einführung des sogenannten Ökokraftstoffes E10 an den Tankstellen und die damit verbundene Unsicherheit vieler Autofahrer, ob ihr Fahrzeug diesen neuen Treibstoff auch verträgt, geriet der Begriff Biosprit aktuell wieder in aller Munde. Dass der höhere Kraftstoffverbrauch die von E10 die geplante positive Energiebilanz wieder zunichte macht, stellt den Sinn der Verwendung dieses sogenannten Biosprits in Frage. Vor allem ist aber die bis heute übliche Herstellung von Biodiesel und Biosprit aus nachwachsenden Rohstoffen überhaupt äußerst fragwürdig. E-10 lässt also viele Fragen offen.

Wenn in den armen Ländern Pflanzen wie Mais, Topinambur oder Zuckerrohr angebaut werden, um daraus für die Industrieländer Biosprit herzustellen, während der Mais für die Ernährung der eigenen Bevölkerung fehlt, so stimmt da etwas nicht. Und wenn Regenwälder abgeholzt werden, um auf der gewonnenen Fläche Biotreibstoffe zu erzeugen, dann gibt es einen gewaltigen Rechenfehler in der Klimabilanz. Unbestritten ist die Notwendigkeit, eine nachhaltige Entwicklung neuer Kraftstoffe voranzutreiben. Aber Biosprit verdient im Grunde erst die Bezeichnung Ökokraftstoff, wenn er nicht mehr aus nachwachsenden Rohstoffen, sondern aus Abfällen hergestellt wird. Und davon gibt es, gerade und vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern, in denen ja auch heute schon viele Rohstoffe für die Kraftstoffproduktion angebaut werden, genügend.

Ein sehr großer Teil der weltweiten land- und forstwirtschaftlichen Abfälle entsteht in diesen Ländern. Und genau aus diesen Abfallprodukten lassen sich Diesel, Ethanol oder synthetisches Gas als Biokraftstoffe der zweiten Generation, herstellen. Die Herstellung von Biokraftstoffen aus Abfällen schmälert die Lebensmittelproduktion nicht, sondern sie ergänzt diese. Abfall ist ein Rohstoff, der im Überfluss vorhanden ist, es fällt schon heute mehr als genug davon an, und Hand in Hand mit der Etablierung einer nachhaltigen Landwirtschaft in den Entwicklungsländern, würden sich diese Ressourcen noch steigern lassen.


Gegenwärtig könnte mit nur zehn Prozent der vorhandenen Abfallstoffe aus der Land- und Forstwirtschaft die doppelte Menge Biosprit hergestellt werden, wie sie aktuell angeboten wird. Nur zehn Prozent der anfallenden Holzabfälle, Stroh, Nussschalen und anderer Reststoffe ergäben 125 Milliarden Liter Diesel oder 170 Milliarden Liter Ethanol pro Jahr. Aber bislang funktioniert die zur Herstellung dieser wirklichen Ökokraftstoffe nötige Technik lediglich in Pilot- und Versuchsanlagen. Demonstrationsanlagen gibt es bis jetzt in Brasilien, Indien und China, 2012 soll in den USA eine erste kommerzielle Anlage ihren Betrieb aufnehmen, die zur Produktion von etwa 100 Millionen Liter ausreicht. Zehn bis fünfzehn Jahre wird diese Entwicklung noch benötigen, in denen die möglichen ökologischen Auswirkungen auf die Böden und die Wasserressourcen geklärt werden und internationale Nachhaltigkeits- sowie soziale und ökologische Standards verbindlich festlegt werden müssen.

Hier ist die Politik gefragt, schnellstmöglich wirtschaftliche Anreize zu setzen, damit die Biokraftstoffe der zweiten Generation, die einen wirklichen Beitrag für die Verbesserung der Klimabilanz leisten können, auch produziert und eingesetzt werden und nicht weiterhin mit dem Wort “Bio” Augenwischerei und Umweltkosmetik getrieben wird. Doch dies ist derzeit leider noch Zukunftsmusik, derzeit streitet man sich lieber ob der neue Kraftstoff 1, 2, oder 3 % mehr Verbrauch verursacht.

Heizen mit erneuerbaren Energien


Schön langsam sollte er ja zu Ende gehen der Winter 2010/2011. Und wenn alles gut geht, dann können wir bereits in drei, maximal drei Monaten mit frühlingshaften Temperaturen rechnen, werden unseren Espresso genüsslich im Strassencafé schlürfen und sollten uns bereits mit den Gedanken an die ersten Badeausflüge beschäftigen. Die Heizung werden wir an diesen angenehmen Frühlingstagen natürlich nicht mehr einschalten, aber vielleicht wird uns die Heizkostenabrechnung, die irgendwann im Laufe des Jahres eintrudeln wird, an das leidige Thema „Heizen“ erinnern. Aber anstatt dann – wie bereits so oft – die abermals gestiegenen Energiekosten zu kritisieren, sollten wir uns lieber jetzt überlegen, wie man diesen Teil der Haushaltsausgaben auf umweltschonende Art und Weise in den Griff bekommt. Denn wenn wir jetzt nachdenken, können wir im Sommer handeln (und uns für ein alternatives Heizsystem entscheiden) und im Winter 2011/2012 interessiert uns die Debatte über die andauernd steigenden Heizkosten vielleicht gar nicht mehr. Unmöglich? Hydrogenexpo hat sich im Web umgesehen und die interessantesten Lösungen rund um das Thema „Heizen“ zusammengetragen. Viel Spass beim Lesen.

Heizkosten: Obwohl in der öffentlichen Wahrnehmung die erneuerbaren Energien häufig noch mit dem Etikett „teuer“ verbunden sind, konnten im Jahr 2009 Privathaushalte, die auf fossile Energieträger verzichteten, knapp unter 600 Euro Heizkosten einsparen. Die aktuellen Förderungen für erneuerbare Energien machen es möglich! Wer mir nicht glaubt und diese Info gerne selbst überprüfen möchte, findet auf der Seite des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) genauere Infos, denn die Zahlen stammen eben von diesem Institut.

Raumtemperatur: Früher hatten Menschen, die sich für Ökologie interessierten, oft ganz kühle Wohnungen und dicke Wollpullover. Das hat sich inzwischen doch schon geändert, trotzdem ist natürlich die Raumtemperatur ein wesentlicher Kostenfaktor. Die gilt auch für Wohnungen/ Häuser, die gut isoliert sind. Mit einer intelligenten Kontrolle der Temperatur kann man einiges an Heizkosten sparen.

IsolationDie Isolation ist natürlich auch bei der besten Heizung immer wichtig, denn auch die tollste Heizung muss kapitulieren, wenn die warme Luft an undichten Fenstern und papierdünnen Aussenwänden wieder entweicht. Das wird wohl jedem einleuchten, aber erwähnt werden muss es dennoch.

TechnikJetzt kommen wir aber zum wesentlichen Punkt beim Thema „Heizkosten“: Die Technik. Mit moderner Heiztechnik kann man nämlich deutlich sparen. Hier einige interessante Alternativen, die einen die Gedanken an das Heizen mit Öl oder Strom gleich wieder vergällen:

- Solaranlage: Eine Solarthermieanlage kann – vor allem in der warmen Jahreszeit – den Warmwasserbedarf decken und das Heizen unterstützen. Leider scheint im Winter, dann wenn wir sie am dringendsten brauchen, am wenigsten Sonne. Bis wir alle nur mit Sonnenkraft heizen können, muss noch ziemlich viel geforscht werden. Leider.

- Wärmepumpe: Wärmepumpen nutzen den Effekt, durch den auch die Fahrradpumpe beim Pumpen erwärmt wird: Jedes Gas erwärmt sich, sobald es unter Druck gesetzt wird. Da eine Wärmepumpe aber über Strom angetrieben wird, sollte man auf den richtigen Anbieter setzen!

- Holzpellets: Der klimaneutrale und nachwachsende Rohstoff Holz kann – wenn er gut eingesetzt wird – eine interessante Alternative zu herkömmlichen Formen der Heizung darstellen.

- Kamine: Nach wie vor sind viele Menschen von der positiven Wirkung eines offenen Kamins begeistert. Wer aber denkt, dass eine klassische Holzheizung kaum energieeffizient hinzukriegen ist, der sollte sich ein Mal mit dem Thema „wasserführende Kaminöfen“ beschäftigen. Der wasserführende Kaminofen ist nämlich komplett in die Zentralheizung eines Hauses oder einer Wohnung integriert und hat eine deutlich höhere Energieeffizienz als eine klassischer Kamin.

- Infrarotheizung/ Wärmewellenheizung: Nach diesem Prinzip heizt auch die Sonne. Denn die „Sonnenstrahlen“ durchqueren bevor sie auf die Erde treffen den Weltraum. Und der ist bekanntlich ausgesprochen kalt. Infrarote Wärmewellen erwärmen die Wände, die Decke, die Möbel und natürlich auch die Personen, die sich in einem dermaßen beheizten Raum befinden. Die Luft selbst wird aber nahezu nicht erwärmt. Die Verluste durch das Lüften sind also nahezu null.

Doch wer sich für eine Alternative beim Heizen entscheidet wird selten mit einer einzigen Massnahme alleine ausreichend Heizkosten sparen. Entscheidend ist vielmehr, dass man sich für die Kombination aus passender Technologie, guter Isolierung und optimaler Förderung entscheidet und dabei mittel- bis langfristig plant. Viele Gespräche mit Fachleuten, Banken und Wärmetechnikern sind dazu notwendig. Doch wer sich einmal für da richtige Heizsystem entschieden hat, der braucht mit Sicherheit keine Sorgen vor dem nächsten Ölschock haben.

Heizen – ein interessantes Thema. Wir werden uns auf hydrogenexpo.com in den kommenden Monaten sicherlich noch intensiver mit den einzelnen Möglichkeiten des Heizens mit regenerativen Energien beschäftigen und vor allem die neuesten Technologien genauer unter die Lupe nehmen.

Neue Details und bald gehts los


Sorry, aber hinter dem Umzug steht doch mehr, als man zunächst mal denkt. Jetzt ist endlich auch die neue Headergrafik online und der RSS-Feed wurde aktualisiert. Und noch viel mehr Details, die man beim Lesen des Blogs gar nicht mal registriert. Also bald kann es wirklich losgehen mit den News aus dem Bereich der erneuerbaren Energien...

Domainumzug


Endlich geschafft! Der Domainumzug ist erledigt. Ganz 10 Tage hat er gedauert, obwohl der technische Aspekt dabei innerhalb von 10 Minuten machbar ist.... Dank des exzellenten Services von mydomain.com, kann die ganze Sache aber auch beliebig und künstlich in die Länge gezogen werden.

Aber OK, passiert ist passiert. Domain, Webspace und der Provider liegen jetzt in Deutschland und die Kommunikation mit ihm klappt um einiges besser als mit dem alten Anbieter. Jetzt können also die längst überfälligen Änderungen am Design endlich durchgeführt werden und mein Blog startet wirklich!