Archiv für den Monat: Oktober 2011

Ein warmes Haus und eine gesunde Umwelt

Vor einigen Jahren noch hat man sich nicht besonders viele Gedanken darüber gemacht, was das Heizen der eigenen Wohnung für die Umwelt bedeutet. Kraftwerke wurden ohne schlechtes Gewissen genutzt und Heizungsanlagen entsprachen nicht dem, was sie heute können. Inzwischen haben sich die Zeiten geändert und Nachhaltigkeit, Effizienz sowie Klimaverträglichkeit sind inzwischen mehr als wichtig und kaum ein neues Projekt wird heute begonnen, bei dem diese drei Punkte nicht wenigstens teilweise angesprochen werden.

Dies gilt natürlich auch für das Heizen, denn hier ist es besonders wichtig, die Umwelt zu schonen, indem man nicht allzu viele Schadstoffe in die Luft geraten lässt. Man selbst als Verbraucher ist hier natürlich nicht der alleinige Verantwortliche, denn es kommt ganz besonders darauf an, was in einer Heizung oder einem Ofen steckt. So sind es besonders moderne Geräte, die die Umwelt auf besondere Art und Weise schützen.

Nur ein Beispiel ist hier das Verbrennen von Holzpellets, denn diese verbrennen absolut CO2 neutral. Klimaschutz wird also groß geschrieben. Der Kaminofen ist für viele Menschen ein sehr zentrales Thema, denn er bringt nicht nur Wärme in die eigenen vier Wände, sondern bietet auch ein besonderes Ambiente durch Licht und auch Ton. Auf diesen zu verzichten, weil er die Umwelt nicht schont, wäre nur allzu schade. Daher haben sich auch die Hersteller von Kaminöfen in den letzten Jahren viele Gedanken gemacht und ihre Produkte auf Herz und Nieren geprüft. Es galt hierbei nicht nur, schädliche Stoffe, die in die Umwelt gelangen, zu reduzieren, sondern zeitgleich auch eine ressourcenschonende Möglichkeit zu entwickeln. So ist der Aufbau eines Kaminofens heute eine Wissenschaft für sich. Mit Holz als Material, das man zum Anfeuern des Ofens benötigt, nutzt man einen Rohstoff, der deutlich weniger umweltschädlich ist wie beispielsweise Öl oder auch Kohle.

Da Holz aber dennoch nicht so schnell nachwächst, wie die Menschheit es manchmal verbraucht, könnte man als Nutzer eines Kaminofens durchaus ein schlechtes Gewissen bekommen. Doch “könnte” ist hier das entscheidende Wort, denn das Holz, das man verbrennt, hat eine sehr lange Vorhaltezeit. Ein moderner Kaminofen kann die Wärme also sehr lange speichern und in die Raumluft abgeben. So muss man keine großen Mengen an Holz verfeuern, um es Drinnen wohlig warm zu haben. Von ökologischer Seite her ist ein Kaminofen heute also eine sichere Variante, das eigen Haus zu heizen. Zudem kann durch die Wärme, die der Ofen verbreitet, die Heizung entlastet werden, was wiederum andere Rohstoffe schont und auch die Stromkosten senkt. Würden alle Menschen hierauf vertrauen, wäre auch der angespannte Strommarkt lange nicht mehr so umkämpft. Tolle Kaminöfen, die die Umwelt nach neusten Standards schützen, findet man beispielsweise bei Edingershops. Hier findet jeder das passende Modell von gewöhnlich bis extravagant.

Serie: Nachhaltig orientierte Anlageformen (Teil 1): Nachhaltige Investmentfonds – Nachhaltige Immobilienfonds

In den vergangenen Jahren entstand eine Fülle nachhaltig orientierter Anlageformen. Daraus ergeben sich für den umweltbewussten und vorausschauend agierenden Anleger neue Investitionsmöglichkeiten. Im Wesentlichen gibt es für jedes traditionelle Finanzprodukt eine entsprechende Alternative, die entweder ökologischen, ethischen, sozialen oder nachhaltigen Ansprüchen gerecht wird. Der erste Teil der Serie bringt einen kurzen Überblick über nachhaltige Investmentfonds sowie über nachhaltige Immobilienfonds.

Nachhaltige Investmentfonds
Im Allgemeinen bündeln Investmentfonds die Investitionen vieler unterschiedlicher Anleger. Die Summe dieser Gelder wird danach in verschieden Vermögenswerte, wie etwa in Aktien, Anleihen oder in eine ausgewogene Mischung der beiden Werte, investiert.

Die Anzahl der einzelnen Anteile bei offenen Investmentfonds ist keiner Begrenzung unterworfen. Das bedeutet, dass auch nach der Gründung des Fonds weiter Anteile auf den Markt gebracht werden können, um das verfügbare Kapital weiter aufzustocken. Für den privaten Anleger ist dabei die Tatsache von Vorteil, dass die jeweiligen Fondsanteile jederzeit wieder an der Börse zum aktuellen Börsenkurs weiterverkauft werden können. Ein etwas geringeres Maß an Liquidität hingegen nehmen jene Investoren in Kauf, die in geschlossene Fonds investieren. Dabei ist die Anzahl der Anteile von Beginn an limitiert. Ein Verkauf der Anteile ist jedoch auf den noch jungen Zweitmärkten möglich. Dort werden die Fondsanteile nach einer entsprechenden Bewertung zum tagesaktuellen Marktpreis angeboten.

Heute kann der nachhaltig orientierten Anleger im deutschsprachigen Raum aus rund 100 nachhaltigen Investmentfonds wählen. Deren Zusammenstellung erfolgt in der Regel nach ökologischen, sozialen, ethischen oder nachhaltigen Kriterien. Die Entwicklung der Werte verläuft dabei recht unterschiedlich. Diese Tatsache ergibt sich aus der höchst unterschiedlichen Zusammensetzung der jeweiligen Umweltfonds.

Nachhaltige Immobilienfonds
Immobilienfonds sind bei privaten Anlegern speziell durch eine Tatsache sehr beliebt. Durch sie können auch mit einer kleinen Kapitalmenge Anteile an großen Immobilienprojekten erworben werden. Dass das Risiko für den Einzelnen, im Vergleich zu anderen Anlageformen, dabei oftmals größer ausfällt, nehmen Private hierbei durchaus gerne in Kauf.

Ebenso wie nachhaltige Investmentfonds weisen nachhaltige Immobilienfonds in der Regel eine höchst unterschiedliche Zusammenstellung des jeweiligen Portfolios auf. Ihnen allen ist jedoch gemeinsam, dass sie hauptsächlich jene Bauprojekte beinhalten, die nach ökologischen Maßstäben errichtet werden oder die im Zusammenhang mit sozialen Bauvorhaben stehen. Einen genauen Einblick in die detaillierte Zusammensetzung nachhaltiger Immobilienfonds erhalten private Investoren in der Regel auf den Internetauftritten der jeweiligen Kapitalanlagegesellschaften.

Text: Joachim KERN
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Umweltfonds im Überblick

In Zeiten der Krise wendet sich das Interesse der Investoren wieder verstärkt den „nachhaltigen” Investments zu. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass sich die Summe der nachhaltig orientierten Investmentfonds zumindest gleich gut, wenn nicht gar besser als klassisch ausgerichtete Fonds entwickelt hat. Dennoch sollten sich Investoren vor der endgültigen Auswahl für einen bestimmten Umweltfonds genau informieren.

Rund 100 Umweltfonds
Aktuell hat sich die Anzahl jener Investmentfonds, die bei der Auswahl der enthaltenen Wertpapiere vermehrt auf umweltpolitisch oder gesellschaftlich orientierte Werte setzen, im gesamten deutschsprachigen Raum auch circa 100 erhöht. Nur selten sind Fonds, die auf das Thema Nachhaltigkeit setzen, ähnlich zusammengestellt. Ein Vergleich fällt vielen privaten Anlegern daher entsprechend schwer.

Hinzu kommt, dass die Ansprüche an die nachhaltige Ausrichtung des jeweiligen Fonds oftmals recht unterschiedlich sind. Wer in einen Umweltfonds investiert, verzichtet nicht automatisch auf eine Investition in ein Unternehmen, welches Erdöl oder andere Mineralölprodukte liefert. Erst ein Blick auf die detaillierte Zusammenstellung der Umweltfonds zeigt in einigen Fällen, dass hier auch zum Teil in Mineralölkonzerne investiert wird. Der private Anleger kann sich hier jedoch rascher orientieren, wenn er auf diverse Gütezeichen achtet, welche von unabhängigen Institutionen verliehen werden.

Der richtige Mix
Zum jetzigen Zeitpunkt kann davon ausgegangen werden, dass eine wohldosierte Investition in Umweltfonds langfristig vorteilhaft ist. Gleichzeitig muss davon abgeraten werden, ausschließlich auf grüne Investments zu setzen. Diese Taktik zu verfolgen erscheint momentan reichlich risikofreudig. Das liegt vor allem daran, dass sich noch relativ schwer abschätzen lässt, welche technischen Branchen schlussendlich von den derzeitigen Entwicklungen auf dem Energiesektor profitieren werden. Zuletzt brachen etwa die Werte der gesamten Solarbranche ein, was sich wiederum negativ auf jene Fonds auswirkte, die ausschließlich aus Werten aus dem Bereich der erneuerbaren Energien zusammengestellt sind.

Auch das Risikoprofil des Umweltfonds selbst ist ein wesentlicher Faktor für seine Performance. Entsprechend genaue Informationen über das Risikoprofil sowie die bisherige Wertentwicklung des Investments findet der private Anleger relativ einfach auf den jeweiligen Websites der einzelnen Kapitalanlagegesellschaften.

Hinsichtlich der Zusammenstellung der jeweiligen Fondsprodukte hat sich herauskristallisiert, dass sich in jüngster Vergangenheit Anleihefonds besser entwickelten als reine Aktienfonds. Auch eine generell eher defensive Ausrichtung des nachhaltigen Investments erwies sich zuletzt als vorteilhaft. Solcherart orientierte Fonds halten zwar nicht mit einem sprunghaften Anstieg der Börsenwerte mit, erweisen sich jedoch auf lange Sicht als stabile Anlageform.

Text: Joachim KERN
Bild: © Delphine Debressy – Fotolia.com

Kritik an Bürgerprotesten gegen EE-Ausbau

Matthias Kurth, der Präsident der Bundesnetzagentur, kritisierte die Proteste der Bürger gegen den Ausbau erneuerbarer Energien. Weitere Stromtrassen seien dringend notwendig, damit die Energiewende wie geplant stattfinden kann. Wenn im Norden viel Wind und Sonne herrschen, kommt das Netz laut Kurth jetzt schon an seine Grenzen.

Matthias Kurth forderte auch die Politik auf, den Bürgern klarzumachen, dass die Energiewende nicht ohne einen weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien stattfinden kann.

Gründercoaching und erneuerbare Energien

Perfekte Unterstützung
Das Gründercoaching hat sich in den vergangenen Jahren als nützliches und effektives Werkzeug erwiesen, das die Existenzgründung vieler Menschen bereits wesentlich erleichtert hat. Insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien tun sich hier oft neue Fördermöglichkeiten und große finanzielle Erleichterungen auf.

Gründer sehen sich oftmals mit einer Fülle an gesetzlichen Vorschriften und formalen Bedingungen konfrontiert. Der Gang von einer Behörde zur nächsten bewirkt nicht selten, dass der anfängliche Enthusiasmus für die ursprünglich vielversprechende Geschäftsidee schon bald einer gewissen Abgestumpftheit weicht. Viele Gründer erledigen daher die notwendigen Behördengänge zweifellos zu rasch und oberflächlich. Dabei werden zwar die vorgegebenen Rahmenbedingungen erfüllt, grundsätzlich nutzbare Förderungsangebote werden in solchen Fällen jedoch oft übersehen.

Unbekannte Förderungen der öffentlichen Hand
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BFBF) etwa fördert unter anderem jene Unternehmen, die sich konkreten Zielen verschrieben haben, die zur Senkung der Umweltbelastung beitragen. Damit soll erreicht werden, dass die Wirtschaft und die Wissenschaft gleichermaßen in Zukunft energieeffizienter arbeiten und zugleich einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der Treibhausgase leisten. Dieses Maßnahmenpaket wird unter dem Begriff Hightech-Strategie zum Klimaschutz zusammengefasst und konzentriert sich auf Unternehmensziele, welche möglichst rasch in die Realität umgesetzt werden können.

Konkret werden etwa solche Unternehmen gefördert, die sich der Weiterentwicklung jener Elektronik im Automobilbau verschreiben, die zu einer Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs beiträgt. Ebenso im Bereich der Automobilbranche sind Förderungen für jene Firmen vorgesehen, denen es gelingt, die Kommunikation der einzelnen Fahrzeuge untereinander mit jenem Ziel zu verbessern und zu automatisieren, den gesamten Verkehrsfluss zu optimieren. Generell werden auch Bemühungen gefördert, welche zu einer Verbesserung der Energiespeicherung beitragen. Ein weiteres Förderungspaket des BFBF zielt auf Unternehmen ab, die sich der Entwicklungen von Photovoltaikmaterialien auf organischer Basis verschrieben haben.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bietet ebenso umfangreiche Förderungen und ein eigenes Marktanreizprogramm an, das mit den erneuerbaren Energien in unmittelbarem Zusammenhang steht. Diese Förderungen geschehen mittels wesentlich vergünstigten Darlehen oder durch Zuschüsse der öffentlichen Hand. Allgemein wird in diesem Fall die Nutzung der unterschiedlichen erneuerbaren Energien gefördert, wobei auch in diesem Fall die Abwehr des bevorstehenden Klimawandels das Hauptmotiv darstellt.

Die BAFA-Zuschüsse umfassen etwa Solarkollektoranlagen, Anlagen zur Verbrennung fester Biomasse, Scheitholzvergaserkessel, Biogasanlagen sowie die Nutzung von Tiefengeologie.

Informationen:
Coaching Berlin
Coaching Berlin

Was bleibt nach der Atomkatastrophe von Fukushima?

7 Monate nach Fukushima ist es an der Zeit die Konsequenzen dieses tragischen Unfalls zu untersuchen. Welche Auswirkungen hat die Atomkatastrophe in Japan auf dieses Hightechland, das – sobald die Politik das nur möchte – für sehr viel technische Neuheiten auf dem Markt der regenerativen Energien sorgen könnte.

11. März 2011: Mit unvorstellbarer Gewalt schwappt eine Flutwelle von 15 Meter Höhe über die Stadt Minamisanriku an der Nordostküste Japans. Große Teile des Küstengebiets werden dabei vollkommen zerstört. Als sich die Wassermassen wieder ins Meer zurückziehen, hinterlassen sie Fassungslosigkeit, Verzweiflung und Tod. Rund 16.000 Japaner sterben in den ersten Minuten der Katastrophe. Über 4.000 Menschen gelten nach wie vor als vermisst. Weitere 82.000 Menschen werden aus der Region evakuiert.

Die ersten Hiobsbotschaften drohen jedoch bald von noch schlimmeren Nachrichten überschattet zu werden. Teile des nahegelegenen Atomkraftwerks Fukushima wurden durch den Tsunami und seine Auswirkungen beschädigt. In mehreren Reaktoren findet binnen kurzer Zeit eine Kernschmelze statt. Das Land rund um das Atomkraftwerk wird trotz menschenmöglicher Bemühungen zur Eindämmung der Atomkatastrophe großflächig radioaktiv verseucht. Bis zum heutigen Tag sind komplette Landstriche vollkommen menschenleer. Wann und ob diese Teile Japans jemals wieder bewohnbar sind, ist nach wie vor unklar. Nachdem sich Experten einen Überblick über die Lage gemacht haben, herrscht Einigkeit darüber, dass es sich in Fukushima um den schwersten Reaktorunfall seit Tschernobyl im Jahr 1986 handelt.

Widerstand der Lokalpolitiker
Obwohl die japanische Bevölkerung seit Jahrzehnten die Tatsache akzeptiert, dass sich Atomkraftwerke oft in unmittelbarer Nähe von Millionenstädten befinden, so werden nun die Stimmen jener Menschen lauter, die vehement eine radikale Energiewende innerhalb des Inselstaates einfordern. Zwar hat die Regierung des Landes erst kürzlich erneut riesige Summen für die Dekontaminierung der betroffenen Landstriche in Aussicht gestellt, jedoch erscheinen diese Maßnahmen vielen neuen Gegnern von Japans Atompolitik viel zu wenig weitgreifend.

Neuer Widerstand:
Nun formiert sich auch innerhalb der Politiker auf lokaler Ebene merkbarer Widerstand. Jene rund zwei Milliarden Euro, die für die Dekontaminierung vorgesehen sind, werden zwar einheitlich begrüßt. Gleichzeitig jedoch wird die Staatsführung für ihre Maßnahmen nach der Atomkatastrophe mit massiver Kritik seitens der Vorsteher der betroffenen Gemeinden überhäuft. Knapp 90 Prozent von ihnen sind mit dem Vorgehen der Regierung nicht einverstanden.

Fukushima bewirkte aber auch etwas anderes. Bisher unvorstellbare 47 Prozent der japanischen Lokalpolitiker fordern heute die Errichtung von Solarkraftwerken anstelle des Neubaus der Atomkraftwerke. Angrenzende Gemeinden sprechen sich gegen neue Atomanlagen aus und fordern mehr Mitspracherecht in diesem Zusammenhang ein. Auch die Forderungen nach mehr Biomassekraftwerken und einem groß angelegten Ausbau der Nutzung von Windenergie erhalten zusehends Rückenwind.

Japan befindet sich an einer Schwelle und scheint nur wenige Schritte vor einer großen Energiewende zu stehen. Die kommenden fünf Jahre werden zeigen, ob der Inselstaat tatsächlich zu einer Kurskorrektur bereit ist.

Text: Joachim Kern
Bild: Fotolia/

Steigt EE-Umlage 2012 erneut?

Am kommenden Freitag wird bekannt gegeben, wie hoch die Erneuerbare-Energien-Umlage für das Jahr 2012 ausfallen wird. Spekuliert wird zurzeit, dass sie von 3,5 auf 3,8 Cent pro Kilowattstunde steigen könnte. Bereits für das Jahr 2011 fand eine Steigerung der Abgabe von 2 auf 3,5 Cent pro KWh statt. Falls sich die Gerüchte bewahrheiten, würde ein durchschnittlicher deutscher Haushalt im Jahr 2012 etwa 12 Euro mehr für Strom zahlen.

Ein Problem bezüglich der Erneuerbare-Energien-Umlage liegt darin, dass immer mehr energieintensive Unternehmen von ihr befreit werden, was dazu führt, dass die Umlage von immer weniger Verbrauchern getragen werden muss. Hinzu kommt, dass durch das steigende Angebot an Ökostrom die Preise für Strom an der Börse sinken. Da es aber vorgeschriebene Vergütungen für Ökostrom gibt, wird die Differenz über die EE-Umlage von den Energieversorgern an die Verbraucher weitergegeben.

Falls die Erneuerbare-Energien-Umlage für das Jahr 2012 tatsächlich erneut steigen sollte, ist natürlich auch damit zu rechnen, dass es wieder Kritik am Ausbau der regenerativen Energien geben wird. Man sollte sich dabei aber immer vor Augen halten, dass sich die Förderung erneuerbare Energien langfristig auszahlen wird, und zwar nicht nur in Bezug auf den Umweltschutz, sondern auch wirtschaftlich.

So betonte auch der Präsident des Umweltbundesamts (UBA), Jochen Flasbarth, dass er erwartet, dass die Erneuerbare-Energien-Umlage langfristig sinken wird. Er stützt diese Perspektive unter anderem darauf, dass die Kosten für den Ausbau der erneuerbaren Energien kontinuierlich sinken. Flasbarth wies darüber hinaus auch darauf hin, dass durch den Ausbau der regenerativen Energien insbesondere in Ostdeutschland viele Arbeitsplätze geschaffen wurden.

Sicherlich wird der Wachstumssektor erneuerbare Energien auch in Zukunft viele neue Jobs hervorbringen, was gerade auch in Zeiten einer eklatanten Arbeitsmarktsituation ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist.