Kategorie-Archiv: allgemein

Stadtwerke-Sprecher kritisiert Ausbau der erneuerbaren Energien

Der Sprecher des deutschen Stadtwerke-Verbunds Trianel, Sven Becker, übte gegenüber der Wirtschaftswoche Kritik an der Art und Weise des Ausbaus der erneuerbaren Energien in Deutschland. Seiner Meinung nach verläuft dieser zu unkoordiniert und auch ineffizient bezüglich der Kosten. Konkret meint er, dass es volkswirtschaftlich betrachtet solange nicht sinnvoll ist, die Energiewende mit der derzeitigen Geschwindigkeit zu betreiben, bis man nicht genügend Energiespeicher und einen tragfähigen Netzausbau hat, auch weil dies dazu führe, dass wenn Überschüsse an Ökostrom produziert werden, diese trotz hoher Subventionierung zu niedrigen Preisen ins Ausland verkauft werden. Weiterhin werden Investoren laut Becker erst dann in den Ausbau der erneuerbaren Energien investieren, wenn eine ausreichende Planung und Koordinierung vorhanden sei. Daher ist der Trianel-Sprecher auch dafür, eine eigenes Bundesenergieministerium einzurichten, um die Energiewende kontrollierter abzuwickeln. Da die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien schwankt, benötigen die Stadtwerke laut ihrem Sprecher auch Anreize zum Bau von Solarkraftwerken und Kraftwerken zur fossilen Energieerzeugung.

Unterdessen beschäftigt sich die Politik seit Wochen damit, darüber zu streiten, ob eine Senkung der Solarförderung stattfinden soll. Ins Gespräch gekommen war diese, weil im letzten Jahr in der Bundesrepublik die doppelte Anzahl von Solarenergie-Modulen installiert wurde, wie der Gesetzgeber eigentlich geplant hatte.

Fünf Wettbewerbsvorteile für nachhaltige Unternehmen (Teil 2)

Wachstum & Erfolg durch Ökologie?

Wachstum & Erfolg durch Ökologie?

Eine nachhaltige und umweltbewusste Orientierung eines Unternehmens bringt nicht nur klare Imagevorteile mit sich. Vorausschauend agierende Unternehmen weltweit haben längst erkannt, dass sich Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung auch positiv auf die Geschäftsbilanz auswirken. Fünf Praxisbeispiele aus der Wirtschaft zeigen, dass eine nachhaltige Orientierung klare Wettbewerbsvorteile für jedes Unternehmen mit sich bringt.

Die Erwartungen der Kunden und Lieferanten werden erfüllt
Für eine ständig wachsende Zahl der Konsumenten werden die Umweltauswirkungen eines Produkts zu einem entscheidenden Kaufkriterium. Die Anzahl der informierten und mündigen Konsumenten steigt. Die Kaufentscheidung vor Ort fällt immer öfters zugunsten des umweltfreundlichen Produkts aus.


Das Praxisbeispiel. Die US-Handelskette Walmart ging dazu über, ihre Lieferanten dazu zu verpflichten, die Produkte mit den entsprechenden Umweltdaten zu versehen. Eine Möglichkeit ist etwa die Darstellung des jeweiligen CO2-Fußabdrucks, den ein Produkt verursacht. Hat der Käufer nun die Wahl zwischen zwei gleichwertigen Produkten, so wählt er deutlich öfter jenes Produkt, das eine geringere Umweltbelastung verursacht. Umweltfreundlich produzierte Güter sind in diesem Fall klar im Vorteil.

Das Image des Unternehmens wird verbessert
Wie oben dargestellt, fällt die Kaufentscheidung bei einzelnen Produkten vermehrt zugunsten des umweltfreundlichen Produkts aus. Dieser Trend hat sich im Laufe der vergangenen Jahre dahingehen verstärkt, dass sich komplette Konsumentengruppen bewusst für ein Unternehmen und dessen Produkte in seiner Gesamtheit entscheiden, wenn sie davon überzeugt sind, dass dieses Unternehmen umsichtig und nachhaltig agiert.

Das Praxisbeispiel. Vor einigen Jahren hatte der Autohersteller Toyota mit einem massiven Imageproblem zu kämpfen. Konstruktionsfehler und die damit einhergehenden Rückrufaktionen hatten zur Folge, dass das Vertrauen der Käufer in die Marke sank. Das Hybridmodell Prius bewirkte eine Trendwende. Der Konzern präsentiert sich nun als umweltfreundlich und darum bemüht, einen ernsthaften Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen zu leisten. Damit konnten nicht nur längst verloren geglaubte Käufergruppen wiedergewonnen werden. Vielmehr konnte Toyota seine Zielgruppe massiv ausweiten.

Die Risiken der globalen Klimaveränderung werden richtig eingeschätzt
Der globale Klimawandel bringt eine Fülle an Veränderungen mit sich. Diese treten oftmals in unerwarteten Bereichen auf. Schon heute haben viele Konzerne damit zu kämpfen, die benötigten Rohstoffe zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zur Verfügung zu haben. Wasserknappheit, steigende Durchschnittstemperaturen oder sich ausbreitende Schädlinge verursachen hohe Kosten und treffen viele Unternehmen oftmals gänzlich unvorbereitet.

Das Praxisbeispiel. Ein führender Tabakkonzern ließ eine groß angelegte Studie durchführen, welche sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die bestehenden Tabakanbaugebiete auseinandersetzte. Die Experten kamen zu dem Ergebnis, dass die jetzigen Anbaugebiete kontinuierlich in Richtung Norden verlegt werden müssen, um Ernteausfälle in Zukunft zu vermeiden. Der Tabakkonzern konnte das Risiko zukünftiger Verluste durch diese Maßnahme deutlich reduzieren.

Lesen Sie hier Teil 1 des Artikels.

Text: [•] Joachim KERN
Foto: Fotolia

Die Hessische Umweltministerin Puttrich will erneuerbare Energien stärker fördern

Bald mehr Förderungen für die Erneuerbaren?

Bald mehr Förderungen für die Erneuerbaren?

Im Vorfeld der Umweltministerkonferenz forderte die hessische Umweltministerin Lucia Puttrich verstärkte Maßnahmen in Bezug auf erneuerbare Energien. Im Einzelnen betrifft dies laut Puttrich die Entwicklung von Speichertechnologien, den Vorrang für erneuerbare Energien und die Anreize für den Netzausbau. Ihrer Meinung nach müssen bei der Novelle des EEG, über die in der Ministerkonferenz beraten wird, auch Änderungen am Energiewirtschaftsrecht vorgenommen werden.


Dadurch soll die Netzintegration und die Speicherung der erneuerbaren Energien optimiert werden.

Laut Puttrich wird es nicht schon zum Ausbau der erneuerbaren Energien durch die Bürger kommen, wenn Gesetze dafür da sind, sondern erst, wenn von diesen Perspektiven geschaffen werden. Deshalb muss nach dem Willen der hessischen Landesregierung die Vergütung von Wasserkraft, Strom aus Wind und Biomasse nicht grundsätzlich geändert, sondern die bestehenden Regelungen des EEG fortgeführt und angepasst werden. Laut der Ministerin hat sich die Struktur der Vergütungen im Großen und Ganzen bewährt. Es muss aber eine Anpassung im Hinblick auf die neuen Möglichkeiten der Technik durchgeführt werden. So könnte zum Beispiel ein Ausgleich der Defizite bei der direkten Einspeisung von Biogas ins Erdgasnetz erfolgen. Der Ausbau auf dem Photovoltaik-Sektor ist laut Puttrich bis zu bestimmten Grenzen sinnvoll. Eine zu starke Anhebung der EEG-Umlage sollte es ihrer Meinung nach nicht geben. Daher sei eine stetige Absenkung der Vergütung und eine enge Orientierung an den Anlagenpreisen sinnvoll.

Die geplante Vergütungserhöhung ist laut der Umweltministerin gut für die Geothermie, denn so werden zwangsläufig neue Anlagen gebaut. Der Vorrang der erneuerbaren Energien bei der Einspeisung ist ihrer Meinung nach für deren Ausbau weiterhin erforderlich. Zu den weiteren zum Ausbau führenden Anreizen sollten nach ihrer Ansicht von vor allem Änderungen des Energiewirtschaftsrechts, aber auch intelligentes Lastmanagement und der Ausbau von Speichern gehören. Laut der Ministerin sind diese Punkte entscheidend für die Fortentwicklung im Sektor erneuerbare Energien. Lucia Puttrich stellt darüber hinaus auch die Forderung an die Bundesregierung, die gesetzlichen Änderungen voranzutreiben.

Mit dem Solarboot oder Solarflugzeug um die Welt

Solarzellen für Schiffe und Flugzeuge?

Solarzellen für Schiffe und Flugzeuge?

Viele Abenteuer gibt es in unserer modernen Welt nicht mehr zu erleben, aber immer wieder finden sich doch ein paar fantasievolle Menschen, die sich auf die große Abenteuerreise machen.

Am 27. Oktober 2010 begannen vier solche modernen Abenteurer ihre Tour mit einem Solarboot um die Welt. Die “MS Turanor Planet Solar” ist 31 Meter lang und 15 Meter breit. Insgesamt 537 Quadratmetern Solarzellen produzieren genügend Energie, dass das Schiff, von vier Elektromotoren angetrieben, bis zu drei Tage auch ohne Sonnenschein navigationsfähig bleibt.

In Monaco begann die Reise des in Kiel gebauten sonnenbetriebenen Schiffes. Allein mit


Sonnenantrieb fuhr die vierköpfige Besatzung zu den Galapagos-Inseln, wo sie eine wohlverdiente Pause einlegte. Am 7. Februar 2011 brach der sonnenbetriebene Katamaran wieder auf, um den Pazifik zu überqueren. Ohne Unterbrechung legte die “MS Turanor Planet Solar” 5599 Kilometer zurück und machte dann einen Zwischenstopp auf den Marquesa-Inseln, die zu Französisch Guyana gehören. Bis Mitte Mai wollte die Crew mit ihrem Boot Australien erreicht haben. Ein Antriebsschaden zwang sie allerdings zu einer Unterbrechung und der Rückkehr nach Bora Bora. Erst nach zweiwöchigen Reparaturarbeiten konnten die Sonnen-Seefahrer am 15.04. endlich von Bora Bora wieder auslaufen.

Derzeit liegt die MS Turanor Planet Solar im Hafen von Noumea, der Hauptstadt von Neukaledonien vor Anker und bereitet sich auf die zweite Hälfte der Erdumrundung, die nächsten 15.000 Seemeilen vor.

Und auch bei den Flugzeuen tut sich einiges. So war doch erst vor einigen, wenigen Tagen die “Solar Impuls” nach einem 13stündigen Flug vom schweizerischen Payerne aus in der belgischen Hauptstadt Brüssel gelandet. Die Aktion hatte zwar den Flughafen für längere Zeit lahmgelegt, weil sich die “Solar Impuls” mit ihren mickrigen 70kmh Spitzengeschwindigkeit partout nicht in den üblichen Linienverkehr integrieren lassen wollte. Aber egal… Hauptsache der erste innereuropäische Solarflug hat stattgefunden!

Foto: © James Steidl / Fotolia

Moratorium

Neue Dimensionen der Zusammenarbeit?

Neue Dimensionen der Zusammenarbeit?

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ja auf wunderbare Art und Weise vorgeführt, wie man die (ach so naiven und dummen) Wähler hinters Licht führen kann. Das dreimonatige Moratorium zum Thema AKW (Die 7 ältsten Kernkraftwerke Deutschlands sollten abgeschalten werden sollten, bis die wichtigsten Wahlen des Jahres 2011 geschlagen waren) war bzw. ist ja ein Lehrstück, das zeigt wie man das Wahlvolk an der Nase herumführen kann. Die Rechnung wurde glücklicherweise recht schnell präsentiert und bei den Landtagswahlen in Baden-Württhemberg konnten die Grünen einen historischen Wahlsieg einfahren.


Das Erstaunlichste an der ganzen Sache ist aber, dass sich bis jetzt noch noch nicht diskutiert wurde, was passiert, wenn man die 7 alten Meiler vom Netz nimmt. Der fehlende Strom muss ja von irgendwo her kommen….

Inzwischen weiss man, wie das Manko wieder ausgeglichen wird. Um es gleich von vorneherein zu klären: Nein, der fehlende Strom kommt nicht aus der Steckdose ;) , er wird von benachbarten AKWs geliefert. Und die sind ja garantiert viel sicherer als die deutschen!

Leider schon wieder Fukushima! :(

Algen aus Japan?

Algen aus Japan?

Das Thema Fukushima ist dermaßen präsent, dass unser Blog gelegentlich den Eindruck erweckt, ein Anti-AKW Blog zu sein. Stimmt gar nicht, denn wir versuchen hier das Thema “Erneuerbare Energien” zu behandeln. Aber derzeit ist das Atomthema (leider!!!) überall präsent, und wir kommen eben auch nicht drum herum.

Diesmal ist der Anlass warum hydrogenexpo.com über Atomkraft berichtet ein sehr skurriler. Nein, es geht nicht darum, dass die deutsche FTP, die noch vor einigen Monaten die Laufzeitverlängerung für deutsche AKWs ausverhandelt hatte, sich seit neuestem in eine Anti-AKW Partei gewandelt hat, die den möglichst schnellen Ausstieg aus der Kernenergie fordert. (???) Es geht darum, dass die EU – auf äußerst bürgernahe und wirklich sensible Art und Weise – die Grenzwerte für radioaktiv belastete Nahrungsmittel in die Höhe gesetzt hat. Und zwar teilweise um das 20-fache!


OK, ich habe offen gestanden keine wirkliche Angst davor, dass irgendjemand in Deutschland an einem plutoniumverseuchten Sushi sterben wird. Aber es ist einfach eine Tatsache, dass viele Menschen Angst vor verstrahlten Lebensmitteln haben. Und anstatt den Import schärfer zu kontrollieren (oder zu verbieten, wie die USA) hat die EU nichts besseres zu tun, als die Grenzwerte zu erhöhen.

Da Europa relativ wenig Nahrungsmittel aus Japan importiert, wird diese Maßnahme de facto nur wenig Auswirkungen haben. Wahrscheinlich müssen lediglich Menschen, die regelmäßig japanische Algen essen, aufpassen. Aber die sind erstens in der Minderheit und zweitens wahrscheinlich gut informiert. Otto Normalverbraucher isst Algen eher seltener. Fraglich ist nur, was sich die EU bei solchen Aktivitäten denkt? Ist dies die Art und Weise, mit der sich die – bei vielen Bürgern “unbeliebte” – EU versucht beliebter zu machen?

Foto: © DiveBuddy-Fotolia.com

Endlich Frühling!

Alles Bio im Garten?

Alles Bio im Garten?

Zur Abwechslung mal ein anderer Inhalt als Atomkraft. Denn immerhin hatten wir jetzt zwei mal hintereinander das äußerst unangenehme Thema Fukushima im Blog. Und die unangenehmen Themen sollen auf hydrogenexpo einfach nicht überhand nehmen.

Da heute Frühlingsbeginn ist, liegt das Thema Garten irgendwie nahe. Also: Erneuerbare Energien und der Garten. Wenn ihr jetzt fragt, was der Garten mit den Erneuerbaren Energien zu tun hat? Hm. eine ganze Menge eigentlich. Beginnen wir mal mit dem Naheliegensten: Der Energieversorgung.


Gartenlampen, Springbrunnen, Bewässerung. Ganz zu schweigen von Warmwasser oder sogar Sauna. All das funktioniert natürlich mit Strom. Und wenn man schon unbedingt Strom verbrauchen muss, dann kann man ja wenigstens den eigenen Verbrauch wieder ins öffentliche Netz einspeisen. Eine Solaranlage am Dach des Gartenhäuschens ist da genau die passende Idee. Fragt mal Google, was es da alles gibt in den einzelnen Baumärkten. Die Finanzierung erfolgt am besten entweder über die eigenen Rücklagen oder die KfW, bei der es ab dem 1. 4. Neuerungen geben wird. Obwohl die Einspeisevergütung in Deutschland wieder gesunken ist, zahlt es sich immer noch aus. Und natürlich fühlt man sich einfach gut, wenn das eigene Gartenhäuschen den Ökostrom selbst erzeugt. ;)

Wer es eine Kategorie kleiner angehen möchte, der kann wenigstens den Strom für die Gartenlampen von der Sonne beziehen und im Baumarkt einfach nur solarbetriebene Gartenlampen kaufen. Einfach mal nach “Gartengestaltung” im Web suchen, da findet man heute bereits ohne besonderem Aufwand das Passende.

Aber dies ist noch längst nicht alles! Neben diesen offensichtlichsten Möglichkeiten wie der Installation eines Solarmoduls kann man auch anders Energie sparen oder die Umwelt fördern. Denn jede KWh, die nicht verbraucht wird ist tut der Umwelt gut. Nehmen wir nur z. B. den Grill. Eigentlich ein ziemlich banales Thema, wie es auf den ersten Blick scheint. Aber die Kohle, die normalerweise im Supermarkt angeboten wird, stammt zu einem Großteil aus Brasilien. Hölzer, die z. B. bei der Produktion von Zelloulose nicht verwendet wurden, werden von Köhlern (das sind Menschen, die wirklich zu den ärmsten gehören. Ich habe das bei einer Brasilienreise selbst erlebt.) zu Holzkohle “veredelt”. Und dieses Zeug wird dann nach Europa exportiert. Vollkommen absurd aber wahr. Besser wäre es wohl, die Grillkohle würde aus heimischer Produktion kommen, denn abgesehen von der Sinnlosigkeit solcher Exportartikel und der sozialen Frage: Das Zeug muss ja um die halbe Welt transportiert werden um dann ein paar Würstchen zu grillen. Alternativ kann man auch einfach heimisches Holz verbrennen und warten bis eine gute Glut entstanden ist. Das dauert vielleicht ein wenig länger ist aber wirklich ökologisch.

Oder das eigenes Gemüse: Im eigenen Garten kann man natürlich auch das eigene (Bio)gemüse pflanzen. Das schmeckt super, macht Spass, spart Energie, die sonst für den Transport des Gemüses aufgewendet werden müsste. Apropos Energie: Der Kunstdünger und die vielen Geräte, die in der industrialisierten Landwirtschaft eingesetzt werden, sind echte Energiefresser. Wie; der Dünger ist ein Energiefresser? Ja klar, der wird zum Großteil aus Erdöl hergestellt. Für die CO2 Bilanz ist die industrialisierte Landwirtschaft ein absoluter Horror! Und erst die Pestizide! Giftig und energieaufwendig in der Herstellung. Also lieber Hände weg davon!

Weiter Ideen? Ein kleiner Garten kann auch wunderbar zu einem Biotop umgewandelt werden. Das spart zwar nicht direkt Energie, ist aber dennoch für die Natur sehr wichtig. “Unkraut statt Rasen heisst die Devise! Es muss ja nicht gleich der ganze Garten sein. Ein paar Quadratmeter mit Wildpflanzen reichen ja um Vögeln und Schmetterlingen Unterschlupf zu bieten. Außerdem sind wilde Gärten in Ballungsräumen für das lokale Klima sehr wichtig. Anders als Blumenbeete und Rasenflächen haben sie die positive Eigenschaft im Hochsommer ein wenig Kühle zu erzeugen. Und das macht den Einsatz von Klimaanlagen wiederum weniger notwendig.

Foto: © stockone – Fotolia.com

Fukushima und die Folgen

Die Folgen von Fukushima

Die Folgen von Fukushima

Natürlich ist es jetzt bereits zu früh um die Folgen von Fukushima wirklich abschätzen zu können. Vor allem ist zum jetztigen Zeitpunkt natürlich noch nicht geklärt, ob die heutige Entspannung tatsächlich der Beginn einer positiven Entwicklung im Kampf gegen den Atomunfall ist, oder ob das dicke Ende noch kommt. Aber trotzdem: Ein paar Tatsachen stehen wohl jetzt schon fest:

- In Deutschland kann sich kein Politiker mehr öffentlich für Atomkraft richtig begeistern.
- Neue AKWs in Japan werden es wahrscheinlich genauso schwer haben.
- Beide Industrienationen werden daher massiv in die Entwicklung von günstigen, Erneuerbare Energien investieren müssen.


Und wenn zwei der führenden Industrienationen aus dem Atomgeschäft raus sind und zu den Erneuerbaren wechseln, wird dies mittelfristig einen enormen Preissturz auf dem Sektor der Erneuerbaren Energien verursachen. Dies wiederum wird den Siegeszug der Erneuerbaren Energien beschleunigen, denn wenn Solarenergie erst ein Mal billiger* ist als Atomstrom, dann entscheidet nur noch der Markt.

*Ich schätze mal, dass Solarstrom ohnhin breits billiger ist als Atomstrom, wenn man einen Berechnungsrahmen von 1000 Jahren annimmt. Allerdings wir derzeit der Atomstrom indirekt massiv subventioniert, denn die Kosten für die Endlagerung werden ja aus Steuergeldern abgedeckt.

Die Waschmaschine und der Rechtsanwalt

ökologische betriebene Waschmaschine?

ökologische betriebene Waschmaschine?

Mein Freund Dominik Storr – der Rechtsanwalt – hat mir heute eine interessante Mitteilung geschickt: Waschmaschinen dürfen jetzt in Deutschland auch mit Regenwasser betrieben werden. Jetzt spinnt er vollkommen, war mein erster Gedanke, denn warum sollte man denn eine Waschmaschine nicht mit Regenwasser betreiben? Ist da eventuell die Deutsche Industrienorm dagegen, weil im Regenwasser irgenwas nicht enthalten ist, was im Leitungswasser normalerweise drinnen ist? Oder gehts um eine Verschwörung der Waschmaschinenproduzenten? (Im Punkt Gesellschaftspolitik sind wir ja nicht immer der selben Meinung und da könnte es doch sein, dass…)

Nein, die Sache ist ganz anders. Es geht um einen Gerichtsprozess und Dominik Storr hat nach vielen, mühseligen Gerichtsverhandlungen durchgesetzt, dass sein Mandant die eigene Waschmaschine mit dem von ihm für diesen Zweck eigens gesammelten Regenwasser betreiben darf. Wie bitte? Ein deutsches Gericht entscheidet, dass jemand die eigene Waschmaschine mit selbst gesammeltem Regenwasser betreiben darf? Muss er da erst ein Gutachten einholen? Oder was wäre, wenn er die Waschmaschine beispielsweise mit Olivenöl betreiben möchte? Ist dies in Deutschland genehmigungspflichtig? Immerhin – als gelernter Österreicher bin ich ja Einiges gewohnt. Und das Deutsche Recht hat so manche Tücken…

Wer mehr wissen will, der liest sich am besten die Presseaussendung von Dominik Storr durch. Viel Spass!

…In oben bezeichneter Angelegenheit hatte ein unterfränkischer Verbraucher (Herr Alfons Kalke, Unteres Tor 4, 97633 Sulzfeld, Tel: 09761/ 39 80 71) den Gerichtsweg beschritten, damit er seine Waschmaschine umweltschonend mit Regenwasser befüllen darf. Der örtliche Wasserversorger unterband diesen Wunsch. Mein Mandant zog vor Gericht und gewann in allen Instanzen. Das Bundesverwaltungsgericht hat nun am 24.01.2011 rechtverbindlich für ganz Deutschland entschieden, dass Waschmaschinen mit Regenwasser betrieben werden dürfen (BVerwG, Urteil vom 24.01.2011, Geschäftszeichen BVerwG 8 C 44.09). Dieses Urteil sowie eine Stellungnahme meines Mandanten liegen in der Anlage bei….

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