
Alles Bio im Garten?
Zur Abwechslung mal ein anderer Inhalt als Atomkraft. Denn immerhin hatten wir jetzt zwei mal hintereinander das äußerst unangenehme Thema Fukushima im Blog. Und die unangenehmen Themen sollen auf hydrogenexpo einfach nicht überhand nehmen.
Da heute Frühlingsbeginn ist, liegt das Thema Garten irgendwie nahe. Also: Erneuerbare Energien und der Garten. Wenn ihr jetzt fragt, was der Garten mit den Erneuerbaren Energien zu tun hat? Hm. eine ganze Menge eigentlich. Beginnen wir mal mit dem Naheliegensten: Der Energieversorgung.
Gartenlampen, Springbrunnen, Bewässerung. Ganz zu schweigen von Warmwasser oder sogar Sauna. All das funktioniert natürlich mit Strom. Und wenn man schon unbedingt Strom verbrauchen muss, dann kann man ja wenigstens den eigenen Verbrauch wieder ins öffentliche Netz einspeisen. Eine Solaranlage am Dach des Gartenhäuschens ist da genau die passende Idee. Fragt mal Google, was es da alles gibt in den einzelnen Baumärkten. Die Finanzierung erfolgt am besten entweder über die eigenen Rücklagen oder die KfW, bei der es ab dem 1. 4. Neuerungen geben wird. Obwohl die Einspeisevergütung in Deutschland wieder gesunken ist, zahlt es sich immer noch aus. Und natürlich fühlt man sich einfach gut, wenn das eigene Gartenhäuschen den Ökostrom selbst erzeugt.
Wer es eine Kategorie kleiner angehen möchte, der kann wenigstens den Strom für die Gartenlampen von der Sonne beziehen und im Baumarkt einfach nur solarbetriebene Gartenlampen kaufen. Einfach mal nach “Gartengestaltung” im Web suchen, da findet man heute bereits ohne besonderem Aufwand das Passende.
Aber dies ist noch längst nicht alles! Neben diesen offensichtlichsten Möglichkeiten wie der Installation eines Solarmoduls kann man auch anders Energie sparen oder die Umwelt fördern. Denn jede KWh, die nicht verbraucht wird ist tut der Umwelt gut. Nehmen wir nur z. B. den Grill. Eigentlich ein ziemlich banales Thema, wie es auf den ersten Blick scheint. Aber die Kohle, die normalerweise im Supermarkt angeboten wird, stammt zu einem Großteil aus Brasilien. Hölzer, die z. B. bei der Produktion von Zelloulose nicht verwendet wurden, werden von Köhlern (das sind Menschen, die wirklich zu den ärmsten gehören. Ich habe das bei einer Brasilienreise selbst erlebt.) zu Holzkohle “veredelt”. Und dieses Zeug wird dann nach Europa exportiert. Vollkommen absurd aber wahr. Besser wäre es wohl, die Grillkohle würde aus heimischer Produktion kommen, denn abgesehen von der Sinnlosigkeit solcher Exportartikel und der sozialen Frage: Das Zeug muss ja um die halbe Welt transportiert werden um dann ein paar Würstchen zu grillen. Alternativ kann man auch einfach heimisches Holz verbrennen und warten bis eine gute Glut entstanden ist. Das dauert vielleicht ein wenig länger ist aber wirklich ökologisch.
Oder das eigenes Gemüse: Im eigenen Garten kann man natürlich auch das eigene (Bio)gemüse pflanzen. Das schmeckt super, macht Spass, spart Energie, die sonst für den Transport des Gemüses aufgewendet werden müsste. Apropos Energie: Der Kunstdünger und die vielen Geräte, die in der industrialisierten Landwirtschaft eingesetzt werden, sind echte Energiefresser. Wie; der Dünger ist ein Energiefresser? Ja klar, der wird zum Großteil aus Erdöl hergestellt. Für die CO2 Bilanz ist die industrialisierte Landwirtschaft ein absoluter Horror! Und erst die Pestizide! Giftig und energieaufwendig in der Herstellung. Also lieber Hände weg davon!
Weiter Ideen? Ein kleiner Garten kann auch wunderbar zu einem Biotop umgewandelt werden. Das spart zwar nicht direkt Energie, ist aber dennoch für die Natur sehr wichtig. “Unkraut statt Rasen heisst die Devise! Es muss ja nicht gleich der ganze Garten sein. Ein paar Quadratmeter mit Wildpflanzen reichen ja um Vögeln und Schmetterlingen Unterschlupf zu bieten. Außerdem sind wilde Gärten in Ballungsräumen für das lokale Klima sehr wichtig. Anders als Blumenbeete und Rasenflächen haben sie die positive Eigenschaft im Hochsommer ein wenig Kühle zu erzeugen. Und das macht den Einsatz von Klimaanlagen wiederum weniger notwendig.
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