Nachdem die CDU bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen eine schwere Niederlage erlitten hatte, trat der Landesvorsitzende der CDU, Norbert Röttgen, zunächst von diesem Amt zurück. Wohl auch auf Druck von Kanzlerin Merkel und dem bayerischen CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer bekleidet Röttgen nun aber auch seine Bundesämter, unter anderem Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, nicht mehr. Nachfolger soll Peter Altmaier werden, der parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Dieser betont, er wolle sich in seinem neuen Amt ganz auf die Energiewende konzentrieren.
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Umstieg auf erneuerbare Energien würde Brandenburg große Vorteile einbringen
Schätzungen von Greenpeace zufolge würde ein kompletter Umstieg von Braunkohle auf Erneuerbare Energien dem Bundesland Brandenburg bis 2030 eine Steigerung der Wertschöpfung durch Regenerative Energien auf 1,25 Milliarden Euro einbringen, was einer Verdopplung der jetzigen Einnahmen entspräche. Erkenntnissen des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) zufolge würde sich gleichzeitig die Stromerzeugung mehr als verdreifachen, was eine Deckung des Strombedarfs von 270% bedeuten würde.
Biokraftstoffe: Hoher Informationsbedarf bei Verbrauchern
Die soeben veröffentlichte Studie „Biokraftstoffe” untersucht die Einschätzung der befragten Menschen hinsichtlich der Auswirkung von Biokraftstoffen auf unsere Umwelt sowie auf unsere Gesellschaft. Die Ergebnisse zeigen, dass seitens der Verbraucher nach wie vor ein hoher Informationsbedarf hinsichtlich der Produktion sowie des Einsatzes von Biokraftstoffen herrscht. Folglich zeichnet sich bei diesem sensiblen Thema kein allgemeingültiges Stimmungsbild ab.
Die Studie
Erneut zeichnet das renommierte CleanEnergy Project für eine hochbrisante Meinungsumfrage verantwortlich. Diesmal wurde die aktuelle Meinung von über 1.000 Erwachsenen erhoben, welche generell bereits einen starken Zugang, sei es beruflicher oder privater Natur, zu den Themenkreisen Umwelt und Energie haben. Bei den Befragten handelt es sich in diesem Fall um Mitglieder des Branchennetzwerks für Nachhaltigkeit, saubere Technologien und erneuerbare Energien.
Diese Momentaufnahme des herrschenden Stimmungsbildes zeigt, dass 39 Prozent der Befragten dem Thema Biokraftstoffe eher positiv gegenüberstehen. Zugleich beschreiben 35 Prozent der Teilnehmer ihre Einstellung als eher negativ. Ganze 26 Prozent der Interviewten können sich auf keine eindeutige Meinung festlegen und beurteilen Biokraftstoffe daher als eher neutral.
Der Blick auf die Detailergebnisse der Umfrage macht klar, dass die Meinungen zu den einzelnen Bereichen der Thematik durchwegs stark auseinanderstreben.
Während 51 Prozent der Befragten den Einsatz von Biokraftstoffen als einen Beitrag zur CO2-Reduktion gegenüber mineralischen Rohstoffen, und somit als einen Beitrag zum Klimaschutz, bewerten, gestehen lediglich 23 Prozent der Teilnehmer den alternativen Kraftstoffen auch große Zukunftschancen ein. Als einer der Hauptkritikpunkte an Biokraftstoffen wird ihre negative Auswirkung auf den Anbau von Nahrungsmitteln angeführt. Jedoch erscheinen die Befragten auch in diesem Punkt uneins. Dies führt zu dem Ergebnis, dass die Mehrheit der Interviewten davon ausgeht, dass die für die Herstellung von Biokraftstoffen erforderlichen Energiepflanzen nicht nur den Anbau von Nahrungsmitteln verdrängen, sondern zugleich auch einen Anstieg der Nahrungsmittelpreise herbeiführen. Gleichzeitig sind jedoch auch 68 Prozent der Teilnehmer, also über zwei Drittel, sicher, dass der Anbau ebendieser Energiepflanzen auch in einer nachhaltigen Art und Weise erfolgen kann.
Fazit
Anhand der vorliegenden Studie kann derzeit kein allgemeingültiges Stimmungsbild zum Thema Biokraftstoffe gezeichnet werden. Der Anteil der Interviewten, welcher dem Thema positiv gegenübersteht, ist in etwa gleich groß wie der Anteil jener Befragten, die Biokraftstoffe negativ bewerten. Zugleich gibt es einen großen Anteil der Verbraucher, die das Thema generell eher neutral bewerten.
Ein möglicher Ansatz, das zweifellos herrschende Informationsdefizit auf der Verbraucherseite zu reduzieren, liegt folglich darin, dass die Anbieter von Biokraftstoffen die Menschen verstärkt über ihre Produkte, deren Umweltbilanz sowie die angewandten Herstellungsmethoden informieren.
Text: Joachim KERN
Bild: Fotolia / Natalia Hudyma
E.ON investiert in Windparks
Der Energieriese E.ON beabsichtigt, in den kommenden Jahren verstärkt in Erneuerbare Energien zu investieren. Im Einzelnen will das Unternehmen 7 Milliarden in diesen Bereich stecken. Der Großteil davon soll in den Bau von Offshore-Windparks fließen. Insgesamt sollen drei Windparks in der Nord- sowie Ostsee gebaut werden. Das erste Projekt soll der Hochsee-Windpark Amrumbank West sein, der nach Fertigstellung 288 MW erzeugen und damit ab 2015 rund 300000 Haushalte mit Strom versorgen soll. Weiterhin soll der Windpark Humber Gateway vor England errichtet werden, der ebenfalls ab 2015 mit einer Leistung von 219 MW ans Netz gehen soll. Vor Schweden soll außerdem bis 2012 ein weiterer Offshore-Windpark mit 48 MW errichtet werden.
Beim Bau der Windparks soll auch das Offshore-Konstruktionsschiff MPI Discovery zum Einsatz kommen, das E.ON extra für die Bauvorhaben konstruieren ließ und für sechs Jahre gechartert hat. Der Energiekonzern investierte auch schon in der Vergangenheit in Offshore-Windparks, zum Teil in Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen wurden bereits sechs Parks in Nordsee und Ostsee errichtet. Gegenwärtig baut E.ON den weltweit größten Offshore-Windpark in London an der Themse-Mündung.
Dass E.ON trotz geringer Gewinnaussichten durch Atomausstieg und Euro-Krise trotzdem in Erneuerbare Energien investiert, hat allerdings auch seinen Preis: Der Konzern plant massive Einsparungen inklusive Stellenabbau. Weltweit sollen bis zu 11000 Arbeitsplätze gestrichen werden.
Jatropha – Energiepflanze der Zukunft oder Fluch?
Die weltweite Suche nach erneuerbaren Energiequellen führt die Menschheit, seit auch der Letzte begriffen hat, dass das Erdöl irgendwann zu Ende ist, in die entlegensten Winkel des Planeten. Dabei liegt das Hauptaugenmerk seit einigen Jahren auf Pflanzen, die für die Energiegewinnung nutzbar sind.
Der angenehme Nebeneffekt dabei ist, dass Energiegewinnung aus Pflanzen den Anstrich der Ökologie hat. Das Grundprinzip hinter dieser Idee ist auch ganz logisch, eine Pflanze gibt bei ihrer energetischen Verwendung nur so viel CO2 ab wie sie zuvor aufgenommen hat. Was allerdings nur graue Theorie ist, denn die Praxis sieht deutlich anders aus.
Rechnet man die Gewinnung der Anbauflächen, inklusive der häufigen Brandrodung und Trockenlegung von Urwaldflächen, den Wegfall von Ackerland, die notwendigen chemischen Stoffe zur Aufrechterhaltung einer Monokultur und die sozialen bzw. ökologischen Probleme in den Erzeugerländern hinzu, sieht die Ökobilanz mehr als schlecht aus.
Als eine mögliche Wunderlösung wird schon seit einigen Jahren eine Pflanze gehandelt, die in den Tropen und Subtropen heimisch und im Volksmund als Purgiernuss bekannt ist. Es ist die Jatropha Pflanze deren Frucht stark ölhaltig ist, ähnlich den Früchten der Ölpalme.
Der Vorteil dieser Pflanze ist, dass sie auf trockenen und marginalen Böden gedeiht und so auch auf Ackerflächen angebaut werden kann, die sonst nicht landwirtschaftlich nutzbar wären. So zumindest die optimistischen Angaben der Kraftstoffindustrie.
Was von Seiten der Industrie aber verschwiegen wird, ist die Tatsache, dass die Jatropha Pflanze zwar auf trockenen Böden überlebt, soll sie aber einen wirtschaftlichen Ertrag bringen muss sie massiv bewässert werden.
Forscher der Universität Twente haben herausgefunden, dass Jatropha etwa fünf Mal so viel Wasser benötigt um Ertrag zu bringen wie Zuckerrohr und Mais und gar zehn mal mehr als Zuckerrüben. das lässt die Pflanze in zunehmend schlechtem Licht dastehen.
Denn angebaut wird sie großtechnisch bereits im südlichen Afrika und Indien. Dort liegen die Plantagen zwar auf ursprünglich trockenem und landwirtschaftlich schlecht nutzbarem Land, die massive Bewässerung legt die dortigen ohnehin schon wasserarmen Gebiete aber nahezu trocken, was unabsehbare Folgen für das ökologische Gleichgewicht und letztendlich auch für die Landwirtschaft hat.
Hinzu kommen die großräumigen Spekulationen mit Ackerflächen und dem Land der dort ansässigen Landwirte, mit schlimmsten sozialen Folgen für die Menschen. Das Fazit der Jatropha-Lösung ist also ebenso ernüchternd wie das der Palmöl- oder Ethanollösungen. Sie alle weisen eine noch schlechtere Ökobilanz auf, als das altbekannte Erdöl.
Wenn auch nach dem Ende des Öls zwangsläufig eine Alternativlösung gebraucht wird, so sollte man nicht den Fehler machen, diese Lösung als Ökologisch oder nachhaltig anzupreisen. Besser wäre eine massive Einsparung von Energie, speziell im Bereich der Gebäude ist da noch viel Potential vorhanden, dieses zu finden hilft beispielsweise die Baubiologie.
Mehr Strom aus Erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg ist im Jahr 2010 etwa 16% mehr Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugt worden. Im Einzelnen wurde 52% mehr Strom aus Photovoltaik und 15% mehr aus Wasserkraft erzeugt. Bei der Windkraft gab es ein Minus von 1%. Damit wurden 45,2% des insgesamt erzeugten Stroms aus Wasserkraft gewonnen, 29,9% aus Biomasse, 18,3% aus Photovoltaik und 4,8% aus Windkraft. Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromversorgung in Baden-Württemberg stieg um 15% 2009 auf 17,2% 2010. Damit lagen die Erneuerbaren Energien auf Platz drei hinter Kernenergie und Steinkohle.
Hessischer Energiegipfel legt Ergebnis vor
Am 10.11.11 legte der Hessische Energiegipfel seinen Abschlussbericht vor. Dieser wurde kurz nach der Reaktor-Katastrophe von Fukushima von dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier ins Leben gerufen. In dem Bericht werden Punkte genannt, die die Teilnehmer des Gipfels als besonders wichtig für die Zukunft der erneuerbaren Energien in Hessen erachten. Diese betreffen in erster Linie den Ausbau des Energiemixes aus erneuerbaren und fossilen Energien, die Ermittlung von Effizienz- und Einsparpotentialen, die Anforderungen an die Infrastruktur bezüglich der Versorgungssicherheit und die Erhöhung der Zustimmung der Bevölkerung zu Änderungen in der Energiepolititk.
Ein wichtiges Ergebnis des Energiegipfels ist die Aussage der hessischen Umweltminsterin Lucia Puttrich, dass bis 2050 in Hessen gelieferte Strom und Wärme vollständig aus erneuerbaren Energien bestehen soll. Besonders wichtig ist der Ministerin zufolge dabei die Windenergie; 2% der hessischen Landesfläche sollen in Zukunft als Vorrangfläche für Windkraftanlagen ausgewiesen werden. Welche Flächen dafür infrage kommen, soll nach Kriterien entschieden werden, die bei dem Gipfel diskutiert wurden. Hauptsächlich soll es sich dabei um Waldflächen handeln.
Weiterhin betonte der stellvertretende Ministerpräsident Hessens, Jörg-Uwe Hahn, dass die Förderung der Akzeptanz erneuerbarer Energien durch die Bürger mindestens genauso wichtig sei wie deren technische Umsetzung. Auch für dieses Ziel hat der Energiegipfel seiner Aussage zufolge konkrete Vorhaben ausgearbeitet.
Deutscher Solarpreis 2011 verliehen
Am letzten Wochenende wurde in Saarbrücken der Deutsche Solarpreis 2011 verliehen. Dieser wird von der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien (Eurosolar) an Initiativen, Projekte, Kommunen und Unternehmen für besonderes Engagement im Bereich Solarenergie vergeben. Die diesjährigen Preisträger können unter der Adresse www.eurosolar.de nachgelesen werden.
Foto: ©Fotolia.com Franz Metelec
Kritik an Bürgerprotesten gegen EE-Ausbau
Matthias Kurth, der Präsident der Bundesnetzagentur, kritisierte die Proteste der Bürger gegen den Ausbau erneuerbarer Energien. Weitere Stromtrassen seien dringend notwendig, damit die Energiewende wie geplant stattfinden kann. Wenn im Norden viel Wind und Sonne herrschen, kommt das Netz laut Kurth jetzt schon an seine Grenzen.
Matthias Kurth forderte auch die Politik auf, den Bürgern klarzumachen, dass die Energiewende nicht ohne einen weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien stattfinden kann.
Gründercoaching und erneuerbare Energien
Perfekte Unterstützung
Das Gründercoaching hat sich in den vergangenen Jahren als nützliches und effektives Werkzeug erwiesen, das die Existenzgründung vieler Menschen bereits wesentlich erleichtert hat. Insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien tun sich hier oft neue Fördermöglichkeiten und große finanzielle Erleichterungen auf.
Gründer sehen sich oftmals mit einer Fülle an gesetzlichen Vorschriften und formalen Bedingungen konfrontiert. Der Gang von einer Behörde zur nächsten bewirkt nicht selten, dass der anfängliche Enthusiasmus für die ursprünglich vielversprechende Geschäftsidee schon bald einer gewissen Abgestumpftheit weicht. Viele Gründer erledigen daher die notwendigen Behördengänge zweifellos zu rasch und oberflächlich. Dabei werden zwar die vorgegebenen Rahmenbedingungen erfüllt, grundsätzlich nutzbare Förderungsangebote werden in solchen Fällen jedoch oft übersehen.
Unbekannte Förderungen der öffentlichen Hand
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BFBF) etwa fördert unter anderem jene Unternehmen, die sich konkreten Zielen verschrieben haben, die zur Senkung der Umweltbelastung beitragen. Damit soll erreicht werden, dass die Wirtschaft und die Wissenschaft gleichermaßen in Zukunft energieeffizienter arbeiten und zugleich einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der Treibhausgase leisten. Dieses Maßnahmenpaket wird unter dem Begriff Hightech-Strategie zum Klimaschutz zusammengefasst und konzentriert sich auf Unternehmensziele, welche möglichst rasch in die Realität umgesetzt werden können.
Konkret werden etwa solche Unternehmen gefördert, die sich der Weiterentwicklung jener Elektronik im Automobilbau verschreiben, die zu einer Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs beiträgt. Ebenso im Bereich der Automobilbranche sind Förderungen für jene Firmen vorgesehen, denen es gelingt, die Kommunikation der einzelnen Fahrzeuge untereinander mit jenem Ziel zu verbessern und zu automatisieren, den gesamten Verkehrsfluss zu optimieren. Generell werden auch Bemühungen gefördert, welche zu einer Verbesserung der Energiespeicherung beitragen. Ein weiteres Förderungspaket des BFBF zielt auf Unternehmen ab, die sich der Entwicklungen von Photovoltaikmaterialien auf organischer Basis verschrieben haben.
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bietet ebenso umfangreiche Förderungen und ein eigenes Marktanreizprogramm an, das mit den erneuerbaren Energien in unmittelbarem Zusammenhang steht. Diese Förderungen geschehen mittels wesentlich vergünstigten Darlehen oder durch Zuschüsse der öffentlichen Hand. Allgemein wird in diesem Fall die Nutzung der unterschiedlichen erneuerbaren Energien gefördert, wobei auch in diesem Fall die Abwehr des bevorstehenden Klimawandels das Hauptmotiv darstellt.
Die BAFA-Zuschüsse umfassen etwa Solarkollektoranlagen, Anlagen zur Verbrennung fester Biomasse, Scheitholzvergaserkessel, Biogasanlagen sowie die Nutzung von Tiefengeologie.
Informationen:
Coaching Berlin
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