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Ende der Steuerbefreiungen für den internationalen Verkehr?

Traditionell ist der gesamte internationale Verkehr von Abgaben befreit, die sich auf den verbrauchten Schiffsdiesel sowie auf das Kerosin der Flugzeuge beziehen. Jährlich werden hier 530 Millionen Tonnen Treibstoff verbraucht. Nun liegen erste Pläne auf dem Tisch, die diesen Umstand beenden könnten. Eine geringe Besteuerung würde sich pro Jahr mit rund 45 Milliarden Euro zu Buche schlagen. Das solcherart erwirtschaftete Geld soll die internationale Entwicklungshilfe finanzieren.

Schiffs- und Flugverkehr weltweit
Der internationale Schiffsverkehr leistet einen bedeutenden Beitrag zum weltweiten Handel. So werden nicht weniger als 80 Prozent aller Waren auf den Meeren transportiert. Das hat seinen Grund: Der Transport mittels eines Containerschiffs ist um ein Vielfaches günstiger als der Transport mit einem Lastkraftwagen. Einerseits ist hier die große Ladekapazität der Frachtschiffe von Vorteil. Andererseits ist Schiffsdiesel steuerbefreit und kostet daher rund halb so viel wie herkömmlicher Treibstoff. Auch der internationale Flugverkehr profitiert von dieser Regelung. Hier ist für das notwendige Kerosin zum Betanken der Flugzeuge ebenso keine Abgabe zu entrichten.

Rechnerisch betrachtet beläuft sich der Anteil des gesamten Transportwesens, inklusive Lastkraftwägen und Autos, auf circa 25 Prozent der globalen CO2-Emissionen. Dem weltweiten Schiffs- und Flugverkehr können in etwa fünf Prozent der umweltschädlichen CO2-Emissionen zugerechnet werden. Auch Schiffe und Flugzeuge tragen somit zum Klimawandel bei.

Neueste Berechnungen gehen davon aus, dass es hier in den kommenden Jahrzehnten zu einem markanten Anstieg der Emissionen kommen wird. Der globalisierte Markt verlangt permanent nach neuen Waren und größeren Gütermengen. Stimmen die Kalkulationen der internationalen Strategieberatung Booz & Company mit der zukünftigen Entwicklung überein, so wird sich der CO2-Ausstoß des internationalen Flugverkehrs bis ins Jahr 2050 voraussichtlich verdreifachen.

Pro und Kontra
Tatsächlich ist nicht nachvollziehbar, warum diese steuerlichen Begünstigungen bis zum heutigen Tag gelten. Schlussendlich verzerren sie den fairen Wettbewerb und lassen keinen objektiven Vergleich der verschiedenen Wirtschaftsstandorte zu. Die Folgen der globalen Klimaerwärmung betreffen hauptsächlich die Bewohner der Schwellen- und Entwicklungsländer. Diesen Menschen kann mithilfe der neuen Steuereinnahmen direkt geholfen werden.

Auf der anderen Seite profitieren gerade die Menschen in den Entwicklungsländern von der Globalisierung des Weltmarkts. Die Besteuerung des internationalen Verkehrs führt wiederum zu einer Verteuerung der Waren. Das bewirkt eine Senkung der Nachfrage in den Industriestaaten. Aufstrebende Länder wie China oder Indien geraten in weiterer Folge unter wirtschaftlichen Druck und müssen somit um ihren Anschluss an den Weltmarkt bangen.

Hier gilt es eine Reihe von wichtigen Faktoren zu berücksichtigen, die allesamt weitreichende Auswirkungen auf die zukünftige Entwicklung der Erde haben. Eines muss jedoch klar sein: Die Regelung der Besteuerung des Welthandels muss weltweit einheitlich erfolgen. Dieser Punkt wird wohl zur eigentlichen Herausforderung für die Verantwortlichen werden.

Text: Joachim KERN
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Nachhaltige Direktbeteiligungen und Lenkungsmaßnahmen des Staates

Serie: Nachhaltig orientierte Anlageformen (Teil 4) Direktbeteiligungen stellen eine direkte Beteiligung des Investors an dem jeweiligen Unternehmen oder Großprojekt dar. Auf den internationalen Finanzmärkten werden sie daher auch als Unternehmensbeteiligungen bezeichnet. Der vierte und letzte Teil der Serie bringt einen kurzen Überblick über nachhaltige Direktbeteiligungen. Zusätzlich zeigt dieser Artikel Lenkungsmaßnahmen auf, die der Staat ergreifen muss, um die geeigneten Rahmenbedingungen für ein Finanzsystem zu schaffen, welches sich an nachhaltigen Maßstäben orientieren kann.

Nachhaltige Direktbeteiligungen
In jüngerer Vergangenheit haben die Entwicklungen auf den Finanzmärkten gezeigt, dass sich Direktbeteiligungen oder die unmittelbare Beteiligung an Unternehmen bei Investoren einer konstant wachsenden Beliebtheit erfreuen. Der Grund hierfür ist zumeist in den steuerlichen Begünstigungen zu finden, welche diese Anlageform mit sich bringt.

Dies zeigt sich spätestens dann, wenn diese Form der Geldveranlagung, verglichen mit anderen Anlageformen, vor Steuern eigentlich kaum höhere Renditen erwirtschaftet. Parallel dazu ist eine Unternehmensbeteiligung zumeist mit höheren Risiken verknüpft. Erst die vorhandenen Steuervorteile verschaffen einer Direktbeteiligung in den meisten Fällen den nötigen Vorsprung gegenüber anderen Finanzprodukten.

Bei einer Unternehmensbeteiligung wird der Anleger zum Miteigentümer eines Großprojekts oder eines Unternehmens. Zumeist geschieht dies, indem der Investor die Rolle eines stillen Teilhabers oder eines Kommanditisten einnimmt. Somit kann der private Anleger auch direkten Einfluss auf das jeweilige Projekt oder Unternehmen ausüben. Solche Konstellationen sind häufig bei Fotovoltaikkraftwerken oder Windparks zu finden.

Allgemein muss dem Investor jedoch nahegelegt werden, bei jeder Direktbeteiligung Risiken und Chancen einzeln abzuwägen. Ebenso wichtig sind im konkreten Fall die Rechtsform des jeweiligen Unternehmens sowie die Gestaltung und Formulierung der für eine Beteiligung notwendigen Verträge. In diesem Zusammenhang fällt der Transparenz des jeweiligen Unternehmens oder Projekts eine entscheidende Rolle zu. Wie bei kaum einer anderen Anlageform sind hier verlässliche und richtige Informationen unumgänglich.

Direktbeteiligungen werden in speziellen Fachzeitschriften oder bei alternativen und herkömmlichen Bankinstituten angeboten. Darüber hinaus sind sie auch auf dem freien Kapitalmarkt erhältlich. Sie unterliegen der Aufsicht des Staates nur im geringen Maße.

Lenkungsmaßnahmen des Staates
Es steht außer Frage, dass in jedem Fall auch der Staat geeignete Lenkungsmaßnahmen ergreifen muss, um die Rahmenbedingungen für ein auf lange Sicht nachhaltig orientiertes Finanzsystem zu schaffen.

Konkret geht es darum, die Abhängigkeit von fossilen Ressourcen zu verringern. Der Verbrauch dieser nicht erneuerbaren Energieträger muss steuerlich stärker belastet werden, während die Arbeitskraft selbst steuerlich entlastet werden muss.

Diese Maßnahmen sind jedoch wirkungslos, wenn sie nicht mit dem Aufbau einer umweltschonenden und umweltfreundlichen Infrastruktur einhergehen. Auch hier fällt dem Staat eine wichtige Rolle zu, welche in Europa jedoch häufig vernachlässigt wird.

Werden parallel dazu etwa jene Unternehmen und Branchen, welche zukunftsweisende Erzeugnisse herstellen sowie erneuerbare Energieträger bevorzugen, entsprechend gestärkt, so kann eine Volkswirtschaft auch langfristig mit nachhaltigen und positiven Entwicklungen rechnen. [•] Joachim KERN

Text: Joachim KERN
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Nachhaltige Aktien und festverzinsliche Wertpapiere

Serie: Nachhaltig orientierte Anlageformen (Teil 3)
Nachhaltige Aktien und festverzinsliche Wertpapiere

Wie zu Beginn der Serie über nachhaltig orientierte Anlageformen dargelegt, gibt es praktisch zu jedem traditionellen Finanzprodukt eine Alternative, die auf die besonderen Ansprüche des vorausschauend agierenden und umweltbewussten Anlegers abgestimmt ist. In Zeiten, in welchen ein erhöhter Bedarf an sicheren Anlageprodukten besteht, erleben festverzinsliche Wertpapiere einen neuerlichen Aufschwung. Der dritte Teil der Serie bringt einen kurzen Überblick über nachhaltige Aktien sowie über nachhaltige festverzinsliche Wertpapiere.

Nachhaltige Aktien
Aktien locken Investoren seit jeher mit überdurchschnittlich hohen Gewinnen. So verhält es sich auch bei nachhaltig orientierten Aktien. Der Unterschied besteht darin, dass es sich in diesem Fall um Wertpapiere handelt, die ausschließlich einer gewissen Gruppe von Unternehmen zugeordnet werden können. Konkret handelt es sich dabei um Aktiengesellschaften, deren Aktivitäten auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit stattfinden. Hierbei geht es zumeist um Betriebe, die im Geschäftsfeld der erneuerbaren Energieproduktion tätig sind oder allgemein den Umwelttechnologien zuordenbar sind. Auch Anteile sozial aktiver Firmen zählen dazu.

Es liegt jedoch ebenso in der Natur der Aktien, dass der hohen Rentabilität eine geringere Sicherheit gegenübersteht. Auch ist das solcherart investierte Vermögen nicht immer sofort verfügbar. Um dieses Risiko bestmöglich zu minimieren, greifen die Anleger hier auf die Informationen Zweiter und Dritter zurück. Dazu zählen etwa die Bewertungen durch Ratingagenturen, Fachzeitungen oder spezialisierte Finanzdienste.

Diese untersuchen neben den gängigen Punkten in diesem Fall besonders die ökologischen, sozialen und ethischen Leistungen des jeweiligen Unternehmens. Zusätzlich wird dieses Paket an Informationen um weitere Faktoren ergänzt. Dabei kann es sich unter anderem um die Zufriedenheit der Mitarbeiter oder um die Entsorgungspolitik des Unternehmens handeln. Die endgültige Bewertung des Betriebs erfolgt mittels diverser Indizes.

Nachhaltige festverzinsliche Wertpapiere
In Deutschland gehen immer mehr alternative Bankinstitute dazu über, festverzinsliche und nachhaltige Wertpapiere anzubieten. Auch traditionell orientierte Banken haben diesen Trend erkannt und engagieren sich auf diesem Gebiet.

Bei dieser Form der finanziellen Veranlagung stellt der Anleger das investierte Kapital seinem Gegenüber für einen fix definierten Zeitraum zur Verfügung. Auch die Zinsen werden vorab festgesetzt. Sie werden entweder am Ende der Laufzeit gemeinsam mit dem veranlagten Kapital oder als kleinere Zahlungen während der Laufzeit ausbezahlt.

Heute sind nachhaltige Anleihen in Deutschland zwar leichter erhältlich, aber immer noch eine seltene Form der finanziellen Veranlagung. Die momentane wirtschaftliche Lage in Europa lässt jedoch den Schluss zu, dass nachhaltige festverzinsliche Wertpapiere in den kommenden Jahren verstärkt auf dem Finanzmarkt angeboten werden.

Text: Joachim KERN
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Nachhaltige Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

Teil 2 Der Serie “Nachhaltige Anlageformen”
Die breite Masse der Privaten vertraut beim Sparen in konservative Formen der Veranlagung. Klassische Produkte wie Sparbücher, Sparkonten, Lebens- oder Rentenversicherungen erfreuen sich daher einer konstant hohen Beliebtheit. Nur wenige Menschen wissen, dass auch nachhaltig gestaltete Finanzprodukte dieser Kategorie erhältlich sind. Der zweite Teil der Serie bringt einen kurzen Überblick über nachhaltige Sparkonten, Sparbücher und Sparbriefe sowie über nachhaltige Renten- und Lebensversicherungen.

Nachhaltige Sparkonten, Sparbücher und Sparbriefe
Das Sparbuch gilt als das Liebkind vieler Sparer. Zwar sind die damit erzielbaren Zinserträge nicht wirklich groß, dennoch bleibt die hohe Beliebtheit dieser Sparform ungebrochen. Nicht zuletzt tragen aktuell die jüngste Wirtschaftskrise und die heraufdämmernde Krise des Euro zu einem weiteren Anstieg der Beliebtheit des Sparbuchs bei. Selbiges gilt auch für ähnlich konzipierte Sparformen wie Sparbriefe, Sparkonten und Festgelder, bei welchen der private Anleger seine Geldeinlagen der Bank für einen fixen Zinssatz über einen vorab definierten Zeitraum überlässt.

Im Allgemeinen handelt es sich bei diesen Sparformen um kurz- oder mittelfristige Anlageformen, was sich in entsprechend niedrigen Renditen ausdrückt. Gleichzeitig gelten diese Formen der Veranlagung gemeinhin als sehr sicher. Der Sparer hat zudem die Gewissheit, dass das gesparte Geld ab einem klar definierten Zeitpunkt wieder verfügbar ist.

Im Unterschied zu herkömmlichen Sparkonten wird jenes Geld, welches auf nachhaltige Sparkonten einbezahlt wird, von der betreffenden Bank gezielt an jene Kreditnehmer verliehen, welche finanzielle Mittel für die Umsetzung von umwelttechnischen, ökologischen oder sozialen Projekten benötigen. Der Endkunde sollte dabei ein besonderes Augenmerk auf eine entsprechende Transparenz seitens des Bankinstituts legen.

Nachhaltige Renten- und Lebensversicherungen
Charakteristisch für Lebens- und Rentenversicherungen ist die große Vielzahl an Möglichkeiten, welche sich im Einzelnen bei der Gestaltung des jeweiligen Vertrags ergeben. Häufige Varianten stellen etwa die Ausprägung der Versicherung als Sparanlage oder als Risikolebensversicherung dar. Auch eine Gestaltung als fondsgebundene Lebensversicherung ist in diesem Fall möglich.

Beide Formen der Veranlagung sind dabei in den häufigsten Fällen mit steuerlichen Vergünstigungen verbunden. Diese Tatsache bedingt, dass das entsprechende Kapital meist über einen langen Zeitraum gebunden ist, und der Anleger während dieser Zeit nicht über das Geld verfügen kann. Ebenso können sich manche steuerlichen Vorteile negativ auf die zu erwartende Rendite auswirken.

Bei diesen Formen der finanziellen Veranlagung wird das verfügbare Kapital beispielsweise in nachhaltig, sozial oder ökologisch gestaltete Fonds investiert. Zumeist steht dabei eine große Kapitalmenge zur Verfügung. Dementsprechend umfassende Investitionen können somit getätigt werden. Sie sind oftmals entscheidend für die tatsächliche Realisierung großer Umweltprojekte und somit eine wichtige Stütze für nachhaltig orientierte Großprojekte. [•] Joachim KERN

Lesen Sie hier Teil 1 der Serie.

Text: J. Kern
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Serie: Nachhaltig orientierte Anlageformen (Teil 1): Nachhaltige Investmentfonds – Nachhaltige Immobilienfonds

In den vergangenen Jahren entstand eine Fülle nachhaltig orientierter Anlageformen. Daraus ergeben sich für den umweltbewussten und vorausschauend agierenden Anleger neue Investitionsmöglichkeiten. Im Wesentlichen gibt es für jedes traditionelle Finanzprodukt eine entsprechende Alternative, die entweder ökologischen, ethischen, sozialen oder nachhaltigen Ansprüchen gerecht wird. Der erste Teil der Serie bringt einen kurzen Überblick über nachhaltige Investmentfonds sowie über nachhaltige Immobilienfonds.

Nachhaltige Investmentfonds
Im Allgemeinen bündeln Investmentfonds die Investitionen vieler unterschiedlicher Anleger. Die Summe dieser Gelder wird danach in verschieden Vermögenswerte, wie etwa in Aktien, Anleihen oder in eine ausgewogene Mischung der beiden Werte, investiert.

Die Anzahl der einzelnen Anteile bei offenen Investmentfonds ist keiner Begrenzung unterworfen. Das bedeutet, dass auch nach der Gründung des Fonds weiter Anteile auf den Markt gebracht werden können, um das verfügbare Kapital weiter aufzustocken. Für den privaten Anleger ist dabei die Tatsache von Vorteil, dass die jeweiligen Fondsanteile jederzeit wieder an der Börse zum aktuellen Börsenkurs weiterverkauft werden können. Ein etwas geringeres Maß an Liquidität hingegen nehmen jene Investoren in Kauf, die in geschlossene Fonds investieren. Dabei ist die Anzahl der Anteile von Beginn an limitiert. Ein Verkauf der Anteile ist jedoch auf den noch jungen Zweitmärkten möglich. Dort werden die Fondsanteile nach einer entsprechenden Bewertung zum tagesaktuellen Marktpreis angeboten.

Heute kann der nachhaltig orientierten Anleger im deutschsprachigen Raum aus rund 100 nachhaltigen Investmentfonds wählen. Deren Zusammenstellung erfolgt in der Regel nach ökologischen, sozialen, ethischen oder nachhaltigen Kriterien. Die Entwicklung der Werte verläuft dabei recht unterschiedlich. Diese Tatsache ergibt sich aus der höchst unterschiedlichen Zusammensetzung der jeweiligen Umweltfonds.

Nachhaltige Immobilienfonds
Immobilienfonds sind bei privaten Anlegern speziell durch eine Tatsache sehr beliebt. Durch sie können auch mit einer kleinen Kapitalmenge Anteile an großen Immobilienprojekten erworben werden. Dass das Risiko für den Einzelnen, im Vergleich zu anderen Anlageformen, dabei oftmals größer ausfällt, nehmen Private hierbei durchaus gerne in Kauf.

Ebenso wie nachhaltige Investmentfonds weisen nachhaltige Immobilienfonds in der Regel eine höchst unterschiedliche Zusammenstellung des jeweiligen Portfolios auf. Ihnen allen ist jedoch gemeinsam, dass sie hauptsächlich jene Bauprojekte beinhalten, die nach ökologischen Maßstäben errichtet werden oder die im Zusammenhang mit sozialen Bauvorhaben stehen. Einen genauen Einblick in die detaillierte Zusammensetzung nachhaltiger Immobilienfonds erhalten private Investoren in der Regel auf den Internetauftritten der jeweiligen Kapitalanlagegesellschaften.

Text: Joachim KERN
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Umweltfonds im Überblick

In Zeiten der Krise wendet sich das Interesse der Investoren wieder verstärkt den „nachhaltigen” Investments zu. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass sich die Summe der nachhaltig orientierten Investmentfonds zumindest gleich gut, wenn nicht gar besser als klassisch ausgerichtete Fonds entwickelt hat. Dennoch sollten sich Investoren vor der endgültigen Auswahl für einen bestimmten Umweltfonds genau informieren.

Rund 100 Umweltfonds
Aktuell hat sich die Anzahl jener Investmentfonds, die bei der Auswahl der enthaltenen Wertpapiere vermehrt auf umweltpolitisch oder gesellschaftlich orientierte Werte setzen, im gesamten deutschsprachigen Raum auch circa 100 erhöht. Nur selten sind Fonds, die auf das Thema Nachhaltigkeit setzen, ähnlich zusammengestellt. Ein Vergleich fällt vielen privaten Anlegern daher entsprechend schwer.

Hinzu kommt, dass die Ansprüche an die nachhaltige Ausrichtung des jeweiligen Fonds oftmals recht unterschiedlich sind. Wer in einen Umweltfonds investiert, verzichtet nicht automatisch auf eine Investition in ein Unternehmen, welches Erdöl oder andere Mineralölprodukte liefert. Erst ein Blick auf die detaillierte Zusammenstellung der Umweltfonds zeigt in einigen Fällen, dass hier auch zum Teil in Mineralölkonzerne investiert wird. Der private Anleger kann sich hier jedoch rascher orientieren, wenn er auf diverse Gütezeichen achtet, welche von unabhängigen Institutionen verliehen werden.

Der richtige Mix
Zum jetzigen Zeitpunkt kann davon ausgegangen werden, dass eine wohldosierte Investition in Umweltfonds langfristig vorteilhaft ist. Gleichzeitig muss davon abgeraten werden, ausschließlich auf grüne Investments zu setzen. Diese Taktik zu verfolgen erscheint momentan reichlich risikofreudig. Das liegt vor allem daran, dass sich noch relativ schwer abschätzen lässt, welche technischen Branchen schlussendlich von den derzeitigen Entwicklungen auf dem Energiesektor profitieren werden. Zuletzt brachen etwa die Werte der gesamten Solarbranche ein, was sich wiederum negativ auf jene Fonds auswirkte, die ausschließlich aus Werten aus dem Bereich der erneuerbaren Energien zusammengestellt sind.

Auch das Risikoprofil des Umweltfonds selbst ist ein wesentlicher Faktor für seine Performance. Entsprechend genaue Informationen über das Risikoprofil sowie die bisherige Wertentwicklung des Investments findet der private Anleger relativ einfach auf den jeweiligen Websites der einzelnen Kapitalanlagegesellschaften.

Hinsichtlich der Zusammenstellung der jeweiligen Fondsprodukte hat sich herauskristallisiert, dass sich in jüngster Vergangenheit Anleihefonds besser entwickelten als reine Aktienfonds. Auch eine generell eher defensive Ausrichtung des nachhaltigen Investments erwies sich zuletzt als vorteilhaft. Solcherart orientierte Fonds halten zwar nicht mit einem sprunghaften Anstieg der Börsenwerte mit, erweisen sich jedoch auf lange Sicht als stabile Anlageform.

Text: Joachim KERN
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