Kategorie-Archiv: humor

Moratorium

Neue Dimensionen der Zusammenarbeit?

Neue Dimensionen der Zusammenarbeit?

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ja auf wunderbare Art und Weise vorgeführt, wie man die (ach so naiven und dummen) Wähler hinters Licht führen kann. Das dreimonatige Moratorium zum Thema AKW (Die 7 ältsten Kernkraftwerke Deutschlands sollten abgeschalten werden sollten, bis die wichtigsten Wahlen des Jahres 2011 geschlagen waren) war bzw. ist ja ein Lehrstück, das zeigt wie man das Wahlvolk an der Nase herumführen kann. Die Rechnung wurde glücklicherweise recht schnell präsentiert und bei den Landtagswahlen in Baden-Württhemberg konnten die Grünen einen historischen Wahlsieg einfahren.


Das Erstaunlichste an der ganzen Sache ist aber, dass sich bis jetzt noch noch nicht diskutiert wurde, was passiert, wenn man die 7 alten Meiler vom Netz nimmt. Der fehlende Strom muss ja von irgendwo her kommen….

Inzwischen weiss man, wie das Manko wieder ausgeglichen wird. Um es gleich von vorneherein zu klären: Nein, der fehlende Strom kommt nicht aus der Steckdose ;) , er wird von benachbarten AKWs geliefert. Und die sind ja garantiert viel sicherer als die deutschen!

Die Waschmaschine und der Rechtsanwalt

ökologische betriebene Waschmaschine?

ökologische betriebene Waschmaschine?

Mein Freund Dominik Storr – der Rechtsanwalt – hat mir heute eine interessante Mitteilung geschickt: Waschmaschinen dürfen jetzt in Deutschland auch mit Regenwasser betrieben werden. Jetzt spinnt er vollkommen, war mein erster Gedanke, denn warum sollte man denn eine Waschmaschine nicht mit Regenwasser betreiben? Ist da eventuell die Deutsche Industrienorm dagegen, weil im Regenwasser irgenwas nicht enthalten ist, was im Leitungswasser normalerweise drinnen ist? Oder gehts um eine Verschwörung der Waschmaschinenproduzenten? (Im Punkt Gesellschaftspolitik sind wir ja nicht immer der selben Meinung und da könnte es doch sein, dass…)

Nein, die Sache ist ganz anders. Es geht um einen Gerichtsprozess und Dominik Storr hat nach vielen, mühseligen Gerichtsverhandlungen durchgesetzt, dass sein Mandant die eigene Waschmaschine mit dem von ihm für diesen Zweck eigens gesammelten Regenwasser betreiben darf. Wie bitte? Ein deutsches Gericht entscheidet, dass jemand die eigene Waschmaschine mit selbst gesammeltem Regenwasser betreiben darf? Muss er da erst ein Gutachten einholen? Oder was wäre, wenn er die Waschmaschine beispielsweise mit Olivenöl betreiben möchte? Ist dies in Deutschland genehmigungspflichtig? Immerhin – als gelernter Österreicher bin ich ja Einiges gewohnt. Und das Deutsche Recht hat so manche Tücken…

Wer mehr wissen will, der liest sich am besten die Presseaussendung von Dominik Storr durch. Viel Spass!

…In oben bezeichneter Angelegenheit hatte ein unterfränkischer Verbraucher (Herr Alfons Kalke, Unteres Tor 4, 97633 Sulzfeld, Tel: 09761/ 39 80 71) den Gerichtsweg beschritten, damit er seine Waschmaschine umweltschonend mit Regenwasser befüllen darf. Der örtliche Wasserversorger unterband diesen Wunsch. Mein Mandant zog vor Gericht und gewann in allen Instanzen. Das Bundesverwaltungsgericht hat nun am 24.01.2011 rechtverbindlich für ganz Deutschland entschieden, dass Waschmaschinen mit Regenwasser betrieben werden dürfen (BVerwG, Urteil vom 24.01.2011, Geschäftszeichen BVerwG 8 C 44.09). Dieses Urteil sowie eine Stellungnahme meines Mandanten liegen in der Anlage bei….

Weitere Infos: hier
Foto: © KonstantinPetkov – Fotolia.com

Flakturm soll Kraftwerk werden


Auf Daily Green habe ich heute mit Erstaunen gelesen, dass ein Flakturm im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg zu einem Ökokraftwerk umgebaut werden soll. Im Prinzip klingt die Idee ja wirklich gut, aber wer den Artikel genauer liest, der stellt schnell fest, dass da wohl einige Details nicht stimmen können. Also hab ich gleich mal zur Seite des NDR gesehen, dort wurde die Meldung bestätigt. Trotzdem erscheinen mir einige Details der News, die die Daily Green Redaktion geliefert hat, schwer verständlich. Ich zitiere mal:

...Der Bunker soll als “Energiebunker” zu neuem Leben erwachen [...] Dazu soll Abwärme aus der Industrie genutzt werden, die zusammen mit aus regenerativen Erzeugungsanlagen produzierter Wärme in dem Bunker gespeichert wird, bis sie benötigt wird...

Wie soll den das bitte funktionieren? Warme Luft speichern, bis sie benötigt wird? Vielleicht wird sie ja erst gar nicht benötigt, weil im Sommer traditioneller Weise die Sonne viel scheint. Aber im Winter, da könnte man sie ja dann benötigen... Also gut verpacken und lagern, bis sie benötigt wird; die heisse Luft. ;)

Die anderen Aspekte des Projekts (Solaranlage, Biomethan- und Blockheizkraftwerk...) halte ich ja alle für realistisch. Aber das Einlagern von warmer Luft... Diese Technik könnte sich ja zum absoluten Exportschlager entwickeln, das muss ich mir auf alle Fälle ansehen, wenn es fertig ist.