Mehr Strom aus Erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg ist im Jahr 2010 etwa 16% mehr Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugt worden. Im Einzelnen wurde 52% mehr Strom aus Photovoltaik und 15% mehr aus Wasserkraft erzeugt. Bei der Windkraft gab es ein Minus von 1%. Damit wurden 45,2% des insgesamt erzeugten Stroms aus Wasserkraft gewonnen, 29,9% aus Biomasse, 18,3% aus Photovoltaik und 4,8% aus Windkraft. Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromversorgung in Baden-Württemberg stieg um 15% 2009 auf 17,2% 2010. Damit lagen die Erneuerbaren Energien auf Platz drei hinter Kernenergie und Steinkohle.

Nachhaltige Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

Teil 2 Der Serie “Nachhaltige Anlageformen”
Die breite Masse der Privaten vertraut beim Sparen in konservative Formen der Veranlagung. Klassische Produkte wie Sparbücher, Sparkonten, Lebens- oder Rentenversicherungen erfreuen sich daher einer konstant hohen Beliebtheit. Nur wenige Menschen wissen, dass auch nachhaltig gestaltete Finanzprodukte dieser Kategorie erhältlich sind. Der zweite Teil der Serie bringt einen kurzen Überblick über nachhaltige Sparkonten, Sparbücher und Sparbriefe sowie über nachhaltige Renten- und Lebensversicherungen.

Nachhaltige Sparkonten, Sparbücher und Sparbriefe
Das Sparbuch gilt als das Liebkind vieler Sparer. Zwar sind die damit erzielbaren Zinserträge nicht wirklich groß, dennoch bleibt die hohe Beliebtheit dieser Sparform ungebrochen. Nicht zuletzt tragen aktuell die jüngste Wirtschaftskrise und die heraufdämmernde Krise des Euro zu einem weiteren Anstieg der Beliebtheit des Sparbuchs bei. Selbiges gilt auch für ähnlich konzipierte Sparformen wie Sparbriefe, Sparkonten und Festgelder, bei welchen der private Anleger seine Geldeinlagen der Bank für einen fixen Zinssatz über einen vorab definierten Zeitraum überlässt.

Im Allgemeinen handelt es sich bei diesen Sparformen um kurz- oder mittelfristige Anlageformen, was sich in entsprechend niedrigen Renditen ausdrückt. Gleichzeitig gelten diese Formen der Veranlagung gemeinhin als sehr sicher. Der Sparer hat zudem die Gewissheit, dass das gesparte Geld ab einem klar definierten Zeitpunkt wieder verfügbar ist.

Im Unterschied zu herkömmlichen Sparkonten wird jenes Geld, welches auf nachhaltige Sparkonten einbezahlt wird, von der betreffenden Bank gezielt an jene Kreditnehmer verliehen, welche finanzielle Mittel für die Umsetzung von umwelttechnischen, ökologischen oder sozialen Projekten benötigen. Der Endkunde sollte dabei ein besonderes Augenmerk auf eine entsprechende Transparenz seitens des Bankinstituts legen.

Nachhaltige Renten- und Lebensversicherungen
Charakteristisch für Lebens- und Rentenversicherungen ist die große Vielzahl an Möglichkeiten, welche sich im Einzelnen bei der Gestaltung des jeweiligen Vertrags ergeben. Häufige Varianten stellen etwa die Ausprägung der Versicherung als Sparanlage oder als Risikolebensversicherung dar. Auch eine Gestaltung als fondsgebundene Lebensversicherung ist in diesem Fall möglich.

Beide Formen der Veranlagung sind dabei in den häufigsten Fällen mit steuerlichen Vergünstigungen verbunden. Diese Tatsache bedingt, dass das entsprechende Kapital meist über einen langen Zeitraum gebunden ist, und der Anleger während dieser Zeit nicht über das Geld verfügen kann. Ebenso können sich manche steuerlichen Vorteile negativ auf die zu erwartende Rendite auswirken.

Bei diesen Formen der finanziellen Veranlagung wird das verfügbare Kapital beispielsweise in nachhaltig, sozial oder ökologisch gestaltete Fonds investiert. Zumeist steht dabei eine große Kapitalmenge zur Verfügung. Dementsprechend umfassende Investitionen können somit getätigt werden. Sie sind oftmals entscheidend für die tatsächliche Realisierung großer Umweltprojekte und somit eine wichtige Stütze für nachhaltig orientierte Großprojekte. [•] Joachim KERN

Lesen Sie hier Teil 1 der Serie.

Text: J. Kern
Bild: Bild: © Logostylish – Fotolia.com

Japan nach Fukushima

Was im ersten Moment wie eine erfreuliche Nachricht klingt, erweist sich rasch als Information, die vielmehr Anlass zur Sorge gibt. Der Grund für die reihenweise Abschaltung der japanischen Atomkraftwerke liegt nicht in einem radikalen Umdenkprozess der Regierung des Landes. Vielmehr sind es markante Sicherheitsmängel, die dazu führen, dass die Stromproduktion immer weiter gedrosselt wird.

Sechs statt 54
Aktuell werden auf dem asiatischen Inselstaat noch zehn Kernkraftwerke betrieben. Vor der großen Katastrophe am 11. März 2011 (Hydrogen Expo berichtete) waren es nicht weniger als 54 Kraftwerke dieses Typs, welche die Industrienation mit elektrischer Energie versorgten. Bis Ende des Jahres werden voraussichtlich weitere vier Atomkraftwerke vom Netz genommen.

In der Regel sind es schwere Sicherheitsmängel in den jeweiligen Kraftwerken, die dazu führen, dass die Stromproduktion in den Reaktoren gestoppt werden muss. Wie gravierend diese Mängel tatsächlich sind, kann momentan nicht wirklich abgeschätzt werden.

Was in Fukushima wirklich geschah
Vielleicht scheut sich die internationale Staatengemeinschaft auch davor, den tatsächlichen Ursachen genauer auf den Grund zu gehen. Eventuell haben noch nicht alle Beteiligten den Schock über das wahre Ausmaß der Atomkatastrophe von Fukushima verarbeitet.

So kam etwa kürzlich ein internationales Expertenteam im Zuge einer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass in Fukushima eine dermaßen große Menge des radioaktiven Isotops Xenon 133 freigesetzt wurde, dass dabei die Menge des 1986 in Tschernobyl freigesetzten Xenons 133 um den Faktor 2,5 übertroffen wurde. Die gleichzeitig freigesetzte Menge an radioaktivem Cäsium 137 entspricht rund 42 Prozent jener Menge, welche Tschernobyl und seine Umgebung großräumig kontaminierte.

Die angespannte Energiesituation
Dass die reihenweise Abschaltung der Atomkraftwerke nicht ohne Konsequenzen für Japans Bevölkerung bleibt, liegt auf der Hand. Zum jetzigen Zeitpunkt sieht sich die Regierung jedoch noch nicht dazu gezwungen, die Bevölkerung mittels gesetzlicher Maßnahmen zum Energiesparen zu bewegen. Stattdessen veröffentlichen regierungsnahe Behörden sowie die Regierung selbst laufend neue Vorschläge, die dazu beitragen sollen, dass Japans Bevölkerung ihren Energieverbrauch senkt.

Um die angespannte Energiesituation gemeinsam zu meistern, sollen Japaner im Winter sowohl im Büro als auch zu Hause nicht auf wärmende Handschuhe und Kopfbedeckung verzichten. Um sich aufzuwärmen wird empfohlen, einen Teil des Arbeitswegs zu Fuß zurückzulegen. Kurz: körperliche Bewegung als einfache Maßnahme gegen unterbeheizte Büros.

Bleibt zu hoffen, dass Japans Energieversorgung nicht noch weitere Überraschungen für die Weltöffentlichkeit in petto hat.

Text: Kern
Bild: Fotolia

Hessischer Energiegipfel legt Ergebnis vor

Am 10.11.11 legte der Hessische Energiegipfel seinen Abschlussbericht vor. Dieser wurde kurz nach der Reaktor-Katastrophe von Fukushima von dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier ins Leben gerufen. In dem Bericht werden Punkte genannt, die die Teilnehmer des Gipfels als besonders wichtig für die Zukunft der erneuerbaren Energien in Hessen erachten. Diese betreffen in erster Linie den Ausbau des Energiemixes aus erneuerbaren und fossilen Energien, die Ermittlung von Effizienz- und Einsparpotentialen, die Anforderungen an die Infrastruktur bezüglich der Versorgungssicherheit und die Erhöhung der Zustimmung der Bevölkerung zu Änderungen in der Energiepolititk.

Ein wichtiges Ergebnis des Energiegipfels ist die Aussage der hessischen Umweltminsterin Lucia Puttrich, dass bis 2050 in Hessen gelieferte Strom und Wärme vollständig aus erneuerbaren Energien bestehen soll. Besonders wichtig ist der Ministerin zufolge dabei die Windenergie; 2% der hessischen Landesfläche sollen in Zukunft als Vorrangfläche für Windkraftanlagen ausgewiesen werden. Welche Flächen dafür infrage kommen, soll nach Kriterien entschieden werden, die bei dem Gipfel diskutiert wurden. Hauptsächlich soll es sich dabei um Waldflächen handeln.

Weiterhin betonte der stellvertretende Ministerpräsident Hessens, Jörg-Uwe Hahn, dass die Förderung der Akzeptanz erneuerbarer Energien durch die Bürger mindestens genauso wichtig sei wie deren technische Umsetzung. Auch für dieses Ziel hat der Energiegipfel seiner Aussage zufolge konkrete Vorhaben ausgearbeitet.

Deutscher Solarpreis 2011 verliehen

Am letzten Wochenende wurde in Saarbrücken der Deutsche Solarpreis 2011 verliehen. Dieser wird von der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien (Eurosolar) an Initiativen, Projekte, Kommunen und Unternehmen für besonderes Engagement im Bereich Solarenergie vergeben. Die diesjährigen Preisträger können unter der Adresse www.eurosolar.de nachgelesen werden.

Foto: ©Fotolia.com Franz Metelec

Ein warmes Haus und eine gesunde Umwelt

Vor einigen Jahren noch hat man sich nicht besonders viele Gedanken darüber gemacht, was das Heizen der eigenen Wohnung für die Umwelt bedeutet. Kraftwerke wurden ohne schlechtes Gewissen genutzt und Heizungsanlagen entsprachen nicht dem, was sie heute können. Inzwischen haben sich die Zeiten geändert und Nachhaltigkeit, Effizienz sowie Klimaverträglichkeit sind inzwischen mehr als wichtig und kaum ein neues Projekt wird heute begonnen, bei dem diese drei Punkte nicht wenigstens teilweise angesprochen werden.

Dies gilt natürlich auch für das Heizen, denn hier ist es besonders wichtig, die Umwelt zu schonen, indem man nicht allzu viele Schadstoffe in die Luft geraten lässt. Man selbst als Verbraucher ist hier natürlich nicht der alleinige Verantwortliche, denn es kommt ganz besonders darauf an, was in einer Heizung oder einem Ofen steckt. So sind es besonders moderne Geräte, die die Umwelt auf besondere Art und Weise schützen.

Nur ein Beispiel ist hier das Verbrennen von Holzpellets, denn diese verbrennen absolut CO2 neutral. Klimaschutz wird also groß geschrieben. Der Kaminofen ist für viele Menschen ein sehr zentrales Thema, denn er bringt nicht nur Wärme in die eigenen vier Wände, sondern bietet auch ein besonderes Ambiente durch Licht und auch Ton. Auf diesen zu verzichten, weil er die Umwelt nicht schont, wäre nur allzu schade. Daher haben sich auch die Hersteller von Kaminöfen in den letzten Jahren viele Gedanken gemacht und ihre Produkte auf Herz und Nieren geprüft. Es galt hierbei nicht nur, schädliche Stoffe, die in die Umwelt gelangen, zu reduzieren, sondern zeitgleich auch eine ressourcenschonende Möglichkeit zu entwickeln. So ist der Aufbau eines Kaminofens heute eine Wissenschaft für sich. Mit Holz als Material, das man zum Anfeuern des Ofens benötigt, nutzt man einen Rohstoff, der deutlich weniger umweltschädlich ist wie beispielsweise Öl oder auch Kohle.

Da Holz aber dennoch nicht so schnell nachwächst, wie die Menschheit es manchmal verbraucht, könnte man als Nutzer eines Kaminofens durchaus ein schlechtes Gewissen bekommen. Doch “könnte” ist hier das entscheidende Wort, denn das Holz, das man verbrennt, hat eine sehr lange Vorhaltezeit. Ein moderner Kaminofen kann die Wärme also sehr lange speichern und in die Raumluft abgeben. So muss man keine großen Mengen an Holz verfeuern, um es Drinnen wohlig warm zu haben. Von ökologischer Seite her ist ein Kaminofen heute also eine sichere Variante, das eigen Haus zu heizen. Zudem kann durch die Wärme, die der Ofen verbreitet, die Heizung entlastet werden, was wiederum andere Rohstoffe schont und auch die Stromkosten senkt. Würden alle Menschen hierauf vertrauen, wäre auch der angespannte Strommarkt lange nicht mehr so umkämpft. Tolle Kaminöfen, die die Umwelt nach neusten Standards schützen, findet man beispielsweise bei Edingershops. Hier findet jeder das passende Modell von gewöhnlich bis extravagant.

Serie: Nachhaltig orientierte Anlageformen (Teil 1): Nachhaltige Investmentfonds – Nachhaltige Immobilienfonds

In den vergangenen Jahren entstand eine Fülle nachhaltig orientierter Anlageformen. Daraus ergeben sich für den umweltbewussten und vorausschauend agierenden Anleger neue Investitionsmöglichkeiten. Im Wesentlichen gibt es für jedes traditionelle Finanzprodukt eine entsprechende Alternative, die entweder ökologischen, ethischen, sozialen oder nachhaltigen Ansprüchen gerecht wird. Der erste Teil der Serie bringt einen kurzen Überblick über nachhaltige Investmentfonds sowie über nachhaltige Immobilienfonds.

Nachhaltige Investmentfonds
Im Allgemeinen bündeln Investmentfonds die Investitionen vieler unterschiedlicher Anleger. Die Summe dieser Gelder wird danach in verschieden Vermögenswerte, wie etwa in Aktien, Anleihen oder in eine ausgewogene Mischung der beiden Werte, investiert.

Die Anzahl der einzelnen Anteile bei offenen Investmentfonds ist keiner Begrenzung unterworfen. Das bedeutet, dass auch nach der Gründung des Fonds weiter Anteile auf den Markt gebracht werden können, um das verfügbare Kapital weiter aufzustocken. Für den privaten Anleger ist dabei die Tatsache von Vorteil, dass die jeweiligen Fondsanteile jederzeit wieder an der Börse zum aktuellen Börsenkurs weiterverkauft werden können. Ein etwas geringeres Maß an Liquidität hingegen nehmen jene Investoren in Kauf, die in geschlossene Fonds investieren. Dabei ist die Anzahl der Anteile von Beginn an limitiert. Ein Verkauf der Anteile ist jedoch auf den noch jungen Zweitmärkten möglich. Dort werden die Fondsanteile nach einer entsprechenden Bewertung zum tagesaktuellen Marktpreis angeboten.

Heute kann der nachhaltig orientierten Anleger im deutschsprachigen Raum aus rund 100 nachhaltigen Investmentfonds wählen. Deren Zusammenstellung erfolgt in der Regel nach ökologischen, sozialen, ethischen oder nachhaltigen Kriterien. Die Entwicklung der Werte verläuft dabei recht unterschiedlich. Diese Tatsache ergibt sich aus der höchst unterschiedlichen Zusammensetzung der jeweiligen Umweltfonds.

Nachhaltige Immobilienfonds
Immobilienfonds sind bei privaten Anlegern speziell durch eine Tatsache sehr beliebt. Durch sie können auch mit einer kleinen Kapitalmenge Anteile an großen Immobilienprojekten erworben werden. Dass das Risiko für den Einzelnen, im Vergleich zu anderen Anlageformen, dabei oftmals größer ausfällt, nehmen Private hierbei durchaus gerne in Kauf.

Ebenso wie nachhaltige Investmentfonds weisen nachhaltige Immobilienfonds in der Regel eine höchst unterschiedliche Zusammenstellung des jeweiligen Portfolios auf. Ihnen allen ist jedoch gemeinsam, dass sie hauptsächlich jene Bauprojekte beinhalten, die nach ökologischen Maßstäben errichtet werden oder die im Zusammenhang mit sozialen Bauvorhaben stehen. Einen genauen Einblick in die detaillierte Zusammensetzung nachhaltiger Immobilienfonds erhalten private Investoren in der Regel auf den Internetauftritten der jeweiligen Kapitalanlagegesellschaften.

Text: Joachim KERN
Bild: © Logostylish – Fotolia.com
Verwandte Themen: Nachhaltige Investmentfonds, nachhaltige Immobilienfonds

Umweltfonds im Überblick

In Zeiten der Krise wendet sich das Interesse der Investoren wieder verstärkt den „nachhaltigen” Investments zu. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass sich die Summe der nachhaltig orientierten Investmentfonds zumindest gleich gut, wenn nicht gar besser als klassisch ausgerichtete Fonds entwickelt hat. Dennoch sollten sich Investoren vor der endgültigen Auswahl für einen bestimmten Umweltfonds genau informieren.

Rund 100 Umweltfonds
Aktuell hat sich die Anzahl jener Investmentfonds, die bei der Auswahl der enthaltenen Wertpapiere vermehrt auf umweltpolitisch oder gesellschaftlich orientierte Werte setzen, im gesamten deutschsprachigen Raum auch circa 100 erhöht. Nur selten sind Fonds, die auf das Thema Nachhaltigkeit setzen, ähnlich zusammengestellt. Ein Vergleich fällt vielen privaten Anlegern daher entsprechend schwer.

Hinzu kommt, dass die Ansprüche an die nachhaltige Ausrichtung des jeweiligen Fonds oftmals recht unterschiedlich sind. Wer in einen Umweltfonds investiert, verzichtet nicht automatisch auf eine Investition in ein Unternehmen, welches Erdöl oder andere Mineralölprodukte liefert. Erst ein Blick auf die detaillierte Zusammenstellung der Umweltfonds zeigt in einigen Fällen, dass hier auch zum Teil in Mineralölkonzerne investiert wird. Der private Anleger kann sich hier jedoch rascher orientieren, wenn er auf diverse Gütezeichen achtet, welche von unabhängigen Institutionen verliehen werden.

Der richtige Mix
Zum jetzigen Zeitpunkt kann davon ausgegangen werden, dass eine wohldosierte Investition in Umweltfonds langfristig vorteilhaft ist. Gleichzeitig muss davon abgeraten werden, ausschließlich auf grüne Investments zu setzen. Diese Taktik zu verfolgen erscheint momentan reichlich risikofreudig. Das liegt vor allem daran, dass sich noch relativ schwer abschätzen lässt, welche technischen Branchen schlussendlich von den derzeitigen Entwicklungen auf dem Energiesektor profitieren werden. Zuletzt brachen etwa die Werte der gesamten Solarbranche ein, was sich wiederum negativ auf jene Fonds auswirkte, die ausschließlich aus Werten aus dem Bereich der erneuerbaren Energien zusammengestellt sind.

Auch das Risikoprofil des Umweltfonds selbst ist ein wesentlicher Faktor für seine Performance. Entsprechend genaue Informationen über das Risikoprofil sowie die bisherige Wertentwicklung des Investments findet der private Anleger relativ einfach auf den jeweiligen Websites der einzelnen Kapitalanlagegesellschaften.

Hinsichtlich der Zusammenstellung der jeweiligen Fondsprodukte hat sich herauskristallisiert, dass sich in jüngster Vergangenheit Anleihefonds besser entwickelten als reine Aktienfonds. Auch eine generell eher defensive Ausrichtung des nachhaltigen Investments erwies sich zuletzt als vorteilhaft. Solcherart orientierte Fonds halten zwar nicht mit einem sprunghaften Anstieg der Börsenwerte mit, erweisen sich jedoch auf lange Sicht als stabile Anlageform.

Text: Joachim KERN
Bild: © Delphine Debressy – Fotolia.com

Kritik an Bürgerprotesten gegen EE-Ausbau

Matthias Kurth, der Präsident der Bundesnetzagentur, kritisierte die Proteste der Bürger gegen den Ausbau erneuerbarer Energien. Weitere Stromtrassen seien dringend notwendig, damit die Energiewende wie geplant stattfinden kann. Wenn im Norden viel Wind und Sonne herrschen, kommt das Netz laut Kurth jetzt schon an seine Grenzen.

Matthias Kurth forderte auch die Politik auf, den Bürgern klarzumachen, dass die Energiewende nicht ohne einen weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien stattfinden kann.

Gründercoaching und erneuerbare Energien

Perfekte Unterstützung
Das Gründercoaching hat sich in den vergangenen Jahren als nützliches und effektives Werkzeug erwiesen, das die Existenzgründung vieler Menschen bereits wesentlich erleichtert hat. Insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien tun sich hier oft neue Fördermöglichkeiten und große finanzielle Erleichterungen auf.

Gründer sehen sich oftmals mit einer Fülle an gesetzlichen Vorschriften und formalen Bedingungen konfrontiert. Der Gang von einer Behörde zur nächsten bewirkt nicht selten, dass der anfängliche Enthusiasmus für die ursprünglich vielversprechende Geschäftsidee schon bald einer gewissen Abgestumpftheit weicht. Viele Gründer erledigen daher die notwendigen Behördengänge zweifellos zu rasch und oberflächlich. Dabei werden zwar die vorgegebenen Rahmenbedingungen erfüllt, grundsätzlich nutzbare Förderungsangebote werden in solchen Fällen jedoch oft übersehen.

Unbekannte Förderungen der öffentlichen Hand
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BFBF) etwa fördert unter anderem jene Unternehmen, die sich konkreten Zielen verschrieben haben, die zur Senkung der Umweltbelastung beitragen. Damit soll erreicht werden, dass die Wirtschaft und die Wissenschaft gleichermaßen in Zukunft energieeffizienter arbeiten und zugleich einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der Treibhausgase leisten. Dieses Maßnahmenpaket wird unter dem Begriff Hightech-Strategie zum Klimaschutz zusammengefasst und konzentriert sich auf Unternehmensziele, welche möglichst rasch in die Realität umgesetzt werden können.

Konkret werden etwa solche Unternehmen gefördert, die sich der Weiterentwicklung jener Elektronik im Automobilbau verschreiben, die zu einer Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs beiträgt. Ebenso im Bereich der Automobilbranche sind Förderungen für jene Firmen vorgesehen, denen es gelingt, die Kommunikation der einzelnen Fahrzeuge untereinander mit jenem Ziel zu verbessern und zu automatisieren, den gesamten Verkehrsfluss zu optimieren. Generell werden auch Bemühungen gefördert, welche zu einer Verbesserung der Energiespeicherung beitragen. Ein weiteres Förderungspaket des BFBF zielt auf Unternehmen ab, die sich der Entwicklungen von Photovoltaikmaterialien auf organischer Basis verschrieben haben.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bietet ebenso umfangreiche Förderungen und ein eigenes Marktanreizprogramm an, das mit den erneuerbaren Energien in unmittelbarem Zusammenhang steht. Diese Förderungen geschehen mittels wesentlich vergünstigten Darlehen oder durch Zuschüsse der öffentlichen Hand. Allgemein wird in diesem Fall die Nutzung der unterschiedlichen erneuerbaren Energien gefördert, wobei auch in diesem Fall die Abwehr des bevorstehenden Klimawandels das Hauptmotiv darstellt.

Die BAFA-Zuschüsse umfassen etwa Solarkollektoranlagen, Anlagen zur Verbrennung fester Biomasse, Scheitholzvergaserkessel, Biogasanlagen sowie die Nutzung von Tiefengeologie.

Informationen:
Coaching Berlin
Coaching Berlin